Ein Musiksommer nicht wie immer

Homburg · Auf dem historischen Marktplatz in Homburg tut sich derzeit einiges. Die Veränderungen hin zu einer neuen Gastronomiemeile werden auch Veränderungen für den Homburger Musiksommer mit sich bringen. Doch diese sollen „ganz vorsichtig“ angegangen werden.

 Mit einem eigenen Kalender wirbt die Interessengemeinschaft Homburger Altstadt für den Musiksommer 2015 – die kommenden Monate werden sich auf dem Markplatz angesichts vieler Veränderungen wohl aber nicht wie gewohnt gestalten. Foto: Thorsten Wolf

Mit einem eigenen Kalender wirbt die Interessengemeinschaft Homburger Altstadt für den Musiksommer 2015 – die kommenden Monate werden sich auf dem Markplatz angesichts vieler Veränderungen wohl aber nicht wie gewohnt gestalten. Foto: Thorsten Wolf

Foto: Thorsten Wolf

Am Samstag startete der Homburger Musiksommer mit dem Auftritt der Ambassadors, einer Bigband-Formation der US-Luftwaffe aus Ramstein, in die Saison 2015. Damit ist auch der historische Marktplatz endgültig aus dem Winterschlaf erwacht.

Doch die kommenden Monate werden gerade für Homburgs "Gute Stube" nicht unter dem Leitbild "so wie immer" laufen: Neue Gastronomie, voranschreitende Arbeiten am Traditionshaus "Storchen" (wir berichteten) legen die Vermutung nahe, dass sich dort in der Homburger Altstadt einiges tun wird. Der Kulturbeigeordnete der Stadt und zugleich Vorsitzende der Interessengemeinschaft Homburger Altstadt, Raimund Konrad, bestätigte diesen Eindruck. "Wir sind sehr gespannt, wie sich die Lage hier auf dem Marktplatz entwickeln wird, wenn das neue Lokal dazukommt", sagte Konrad am Samstag - und buchstäblich mit Blick auf die neue italienische Gastronomie am anderen Ende des Platzes "Insofern ist es nicht so wie immer." Aus Sicht der Interessengemeinschaft Homburger Altstadt sehe man die Entwicklung in Sachen Gastronomie "absolut positiv". "Wir haben auch schon mit dem Wirt gesprochen. Wir werden die Beschallung anpassen, damit die Leute, die dann unten auf der Terrasse sitzen, das Programm dann auch besser hören, als das die ganze Zeit der Fall war."

Mit den nun beginnenden Veränderungen, so Konrad, werde umgesetzt, was schon lange Forderung in der Stadt sei: Ein Gastronomiemeile auf dem Marktplatz, "ähnlich wie es andere Städte auch haben. Das nun sind Schritte auf dem Weg dorthin, um den Marktplatz in Homburg so zu gestalten, wie das eigentlich im städtebaulichen Konzept angestrebt wird".

Dies bedeute aber nicht zwangsläufig, dass sich auch der Homburger Musiksommer mit seiner Veranstaltungsreihe "Querbeat" an den Freitagabenden und dem Jazzfrühschoppen an den Samstagsmorgen an die Entwicklung anpassen müsse. Konrad: "Man sollte jetzt nicht alles auf den Kopf stellen. Es läuft alles wirklich sehr gut, auch überregional." Deswegen seien Veränderungen "nur ganz vorsichtig" anzugehen. Dem entsprechend ablehnend reagierte Konrad auf die öfter mal zu hörende Überlegung, die Bühne am alten Rathaus sei dort eher ungünstig aufgestellt. "Die Bühne bleibt jetzt mal dort. Ich sehe auch gegenwärtig keinen besseren Standort hier auf dem Marktplatz." So sei ein Platz auf der gegenüberliegenden Seite in Richtung Einmündung Eisenbahnstraße für die Musiker gerade im Sommer untauglich, "weil dann die Sonne voll in die Bühne rein scheint". Auch alternative Standorte auf der rechten und linken Seite des Marktplatzes seien wenig sinnvoll, weil man entweder die Gastronomie verdeckte oder die Gäste des Musiksommers "bergauf" schauen müssten. Damit blieben nicht wirklich viele Möglichkeiten übrig, so Konrad. "Ich will da keine Meinung unterdrücken. Aber ich wäre schon vorsichtig mit anderen Standorten."

Trotzdem sei die Bühne Gegenstand von Überlegungen - aber eher mit Blick auf ihr Erscheinungsbild. Für Raimund Konrad wäre ein nach allen Seiten offener Rundbogen oder etwas Muschelförmiges als neue Lösung denkbar, "einfach etwas mit mehr Ästhetik".