Ein emotionaler Abschied

Der FSV Jägersburg verliert sein letztes Heimspiel gegen Mechtersheim – und seinen Trainer an die SV Elversberg II.

Die abschließende 2:3 (0:1)-Heimniederlage des Fußball-Oberligisten FSV Jägersburg vor 180 Zuschauern am Samstag gegen den Tabellenvierten TuS Mechtersheim war nur noch Nebensache. Im Mittelpunkt des Tages stand die Verabschiedung von Marco Emich, der nach 15-jähriger Trainertätigkeit in Serie bei seinem Heimatverein einen Zwei-Jahres-Vertrag beim Saarlandligisten SV Elversberg II unterschrieben hat. "Es war trotz der Niederlage ein super Tag. Der Verein und die Mannschaft haben mir ein klasse Abschiedsfest bereitet. Vorm Spiel war es aufgrund meines Abschieds schon ein etwas komisches Gefühl. Während der Partie ging es dann gut. Nachher war es dann noch einmal etwas emotionaler", meint der 43-jährige Übungsleiter.

Nach seinem Urlaub wird dann die gesamte Konzentration der neuen Aufgabe an der Kaiserlinde gelten. Seiner bisherigen Elf wünscht er in der kommenden Saison unter der Regie von Nachfolger Thorsten Lahm "nur das Beste", weiß aber um die Schwere der Aufgabe. "Wenn man sieht, was da für starke Mannschaften aus der Regionalliga absteigen, dürften zusammen mit den üblichen Verdächtigen auf einen Spitzenrang bereits die ersten acht bis zehn Tabellenplätze vergeben sein", sagt Emich und ergänzt: "In der zweiten Tabellenhälfte wird es einen brutal harten Kampf um den Klassenverbleib geben. Zu diesen Mannschaften wird auch Jägersburg gehören."

Seine bisherige Elf wollte ihm zum Abschied noch einmal einen Sieg schenken und hatte bereits vor dem Anstoß T-Shirts mit der Aufschrift "Danke Marco" an. Allerdings wollten die Gäste keine Geschenke verteilen. In der 26. Minute brachte Eric Veth den TuS Mechtersheim mit einer Direktabnahme in Führung. Nach der Pause traf der gleiche Spieler auf Vorarbeit von Rouven Sven Amos zum 0:2 (61.). Einen von Moritz Braun an Dasko Boskovic verursachten Strafstoß verwandelte der Gefoulte anschließend selbst zum 0:3 (81.)

Der FSV gab sich aber noch nicht auf. Mechtersheims Bojan Custic konnte gegen Murat Adigüzel nur mit der Hand klären und sah die Rote Karte. Adigüzel traf vom ominösen Punkt aus zum 1:3 (82.), ehe Valdrin Dakaj das 2:3 nachlegte (85.). Zu mehr reichte es nicht mehr.

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