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Eigenes Blut für fremdes Leben gelassen

Eigenes Blut für fremdes Leben gelassen

Eine besondere Ehrung gab es dieser Tage für Homburger Bürger, die durch häufige Blutspenden auf sich aufmerksam gemacht haben. Im Homburger Forum gab es für die freiwilligen Spender als kleines Dankeschön für ihren Einsatz eine Urkunde.

Etwa 80 Blutspenderinnen und Blutspender hatten sich in dieser Woche im Homburger Forum eingefunden, die jeweils mehr als 25 Blutspenden am Universitätsklinikum geleistet haben. Darunter waren auch zehn Personen mit mehr als 100 und zwei mit mehr als 200 Spenden. Sie alle wurden für ihr soziales Engagement für alle Mitmenschen geehrt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. "Wir möchten uns mit dieser Veranstaltung bei unseren langjährigen, treuen Blutspendern bedanken und gleichzeitig über den aktuellen Stand der Blutversorgung im Saarland informieren", so Professor Hermann Eichler, Direktor des Instituts für Klinische Hämostaseologie und Transfusionsmedizin des UKS.

Im Saarland werden etwa 190 Blutkonserven am Tag benötigt, darunter zirka 170 Konzentrate von roten Blutkörperchen. 2014 lag der Selbstversorgungsgrad für diese wichtigste Konserve bei 87 Prozent. Damit benötigt das Saarland also weiter Blut aus anderen Bundesländern. "Ansporn genug, um Spender zu werden", meinte daher auch Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind , der die Ehrungen vollzog und sich bei jedem einzelnen Spender bedankte: "Blutspenden ist absolut notwendig, jede Spende zählt und Sie werden heute hier zurecht geehrt", so der OB.

Auch Dr. Thomas Lamberty, Leiter der Abteilung Gesundheit im saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, richtete Dankesworte an die Spender, aber auch an die Klinikmitarbeiter um Professor Eichler, der mit seinem Engagement einige Projekte ins Leben rief, um neue Spender zu gewinnen.

Danach konnten die Spenderinnen und Spender ihre Urkunden abholen. Mit mehr als 200 Spenden waren Beate Junker und Werner Müller (jeweils 206) die absoluten "Spitzenreiter", heißt es weiter.