Wochenkolumne : Funktionierender Katastrophenschutz

Die dunklen Wolken am Dienstag über Homburg hatten diesmal nichts mit irgendwelchen Affären rund um das Rathaus zu tun. Nein, sie waren sehr real und verbreiteten in der Region zunächst Angst und Schrecken.

Klar, einen Brand dieses Ausmaßes gab es hier seit Ewigkeiten nicht – ebenso wenig einen solchen Aufmarsch von Rettungskräften. Letzterer war erforderlich, und die gesamte Aktion machte eines deutlich: Der Katastrophenschutz in Stadt und Kreis funktioniert. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfskräfte, über die Stadt- und gar die Landesgrenzen hinaus, war vorbildlich. Vorbildlich darf man natürlich auch den Einsatz eines jeden Einzelnen nennen. Dabei muss man immer wieder verinnerlichen, dass es sich bei den meisten Helferinnen und Helfern um Ehrenamtliche handelt – die vom Arbeitsplatz an den Unglücksort eilen oder ihre eigene Firma zwangsläufig vernachlässigen, die ihre Freizeit opfern und nicht zuletzt ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Und das über Tage (und Nächte) und so wie es aussieht auch noch die komplette nächste Woche hindurch. Dann erfahren wir hoffentlich, was die schwarzen Wolken an Schadstoffen mit sich trugen. Wie es im Moment scheint, ist unsere Region noch einmal glimpflich davon gekommen.

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