Droht bald gar der Abstiegskampf?

Statt nach oben scheint der Trend beim FC Homburg derzeit Richtung Tabellenkeller zu gehen. Das 0:1 zuhause am Samstag gegen den TSV Steinbach war die dritte Niederlage im dritten Spiel nach der Winterpause. Und sie war verdient.

Vor dem Fußball-Regionalliga-Spiel des FC Homburg gegen den TSV Steinbach am Samstag hatte FCH-Trainer Jens Kiefer von seiner Mannschaft gefordert, "an die Leistungsgrenze" zu gehen. Das ist dem FCH in der Liga auch im dritten Anlauf in diesem Jahr nicht gelungen. Am Ende der Partie, in der die Grün-Weißen über 90 Minuten weit hinter ihren Möglichkeiten blieben, stand am Samstag vor nur 543 Zuschauern im Homburger Waldstadion eine 0:1-Niederlage für die Gastgeber.

"In der ersten Halbzeit sind wir nicht oft aus der Umklammerung rausgekommen", kommentierte FCH-Trainer Jens Kiefer die klare Dominanz der Gäste in den ersten 45 Minuten. Hätte Steinbach seine Chancen konsequenter genutzt, hätte die Partie schon zur Pause entschieden sein können. Das war auch der einzige Vorwurf, den der Steinbacher Trainer seiner Mannschaft machen konnte. "Wenn du am Ende zittern musst, weil du deine Chancen nicht genutzt hast, bist du selbst schuld", sagte Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric .

In der zwölften Minute traf Maurice Müller noch den Pfosten des Homburger Tores. 20 Minuten später verhinderte FCH-Torwart Tobias Trautner, der für den am Oberschenkel verletzten David Buchmann spielte, mit einer starken Parade gegen Sargis Adamyan einen höheren Rückstand. Zuvor hatte Velimir Jovanovic in der 17. Minute mit einem Kopfball zum 1:0 für die Gäste getroffen.

"Wir haben aufgrund der ersten Halbzeit verdient verloren", sagte FCH-Innenverteidiger Sebastian Wolf. Auch Kiefer räumte ein, "gegen einen besseren Gegner verdient verloren" zu haben.

Auf den ersten Blick scheinen die Gründe für den Spielverlauf klar. Der (Noch-)Tabellen-14. aus Hessen, der sich im Winter mit zahlreichen Neuzugängen verstärkt hat, spielte deutlich stärker, als das Team, das das Vorjahr auf den Abstiegsplätzen beendet hatte. Gleichzeitig hat der FCH weiterhin mit vielen Verletzten zu kämpfen. "Da springt dann der Teammanager ein und Steimetz, der seit Januar gerade mal ein paar Trainingseinheiten absolviert hat", sagt Kiefer über den personellen Notstand. In der 73. Minute kam Thierry Steimetz für Steven Kröner. Fünf Minuten vor Schluss versuchte Stand-by-Spieler Angelo Vaccaro, die sich abzeichnende Niederlage noch abzuwenden. Jedoch erklärt dies nicht, warum so viele Homburger Akteure seit der Winterpause weit hinter ihren Möglichkeiten bleiben. "Viele Ausrutscher dürfen wir uns nicht mehr erlauben", hat Vaccaro die Zeichen erkannt. Fünf Punkte trennen den FCH noch vom ersten möglichen Abstiegsplatz.

Wenn es am morgigen Mittwoch um 18 Uhr schon wieder zur SpVgg Neckarelz geht, muss der FCH dringend punkten. Ansonsten droht den Saarpfälzern, deren Saisonziel, an den Favoriten dranzubleiben, längst Geschichte ist, der Abstiegskampf. "Die Situation ist eine Herausforderung, da wieder herauszukommen", sagt FCH-Trainer Jens Kiefer.