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Dr. Caroline Radosa bekam PJ Lehrpreis am UKS

PJ Lehrpreis am UKS : Caroline Radosa sorgt für eine gute Lehre

In diesem Jahr wurden die meisten Preise unter Ausschluss der Öffentlichkeit verliehen. Ach der PJ-Preis an die beste „Ausbilderin“.

Wer in diesem Jahr einen  Preis bekam, hatte wirklich Pech. Denn die zum Preis gehörende öffentliche Aufmerksamkeit, meist in Begleitung einer kleinen Feier - oft zusammen mit den Förderern, den Eltern, dem Doktorvater, dem Dekan der Medizinischen Fakultät -,  fiel gänzlich aus. Es gab keine öffentlich überreichten Wissenschaftspreise, keine Doktoranden-Feier, keine Fahrten zu einer Preisverleihung, zum Beispiel nach Berlin.

Und so wurde, leider auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit, am 18. Dezember  im Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes der PJ-Lehrpreis 2020 an Dr. Julia Caroline Radosa, Klinik für Frauenheilkunde, verliehen. Der PJ Lehrpreis belohnt gute Lehre für Medizin-Studenten im Praktischen Jahr (PJ).  Üblicherweise wird dieser Preis im Zusammenhang mit der Doktorandenfeier kurz vor Weihnachten im Großen Anatomiehörsaal verliehen.

Dieser besondere Preis wurde 2017 im Rahmen des 10-Punkte-Programms zur Verbesserung der PJ-Lehre am Universitätsklinikum des Saarlandes durch die PJ-Faculty eingeführt und wird seitdem jährlich verliehen. Gestiftet wurde der Preis in Höhe von 4000 Euro  von der Willy Robert Pitzer Stiftung, es ist die  „Willy-Robert-Pitzer-PJ-Lehrleistungs-Auszeichnung“.

 Wer bekommt den Preis? Engagierte Assistenz- und Fachärzte und -Ärztinnen werden von PJ-Studenten vorgeschlagen, die begründen müssen, warum der jeweiliger Kandidat  die Auszeichnung verdient habe. Darüber hinaus reicht der Kandidat oder die Kandidatin ein kurzes Lehrkonzept sowie sein Curriculum vitae ein und stellte sich Professor Berthold Seitz persönlich vor.

Der ist in diesem Fall nicht in Sachen Augenheilkunde unterwegs, sondern er ist auch der Fakultätsbeauftragte für das Praktische Jahr (PJ) am Universitätsklinikum des Saarlandes.

 Nominiert wurden insgesamt drei  Ärzte und Ärztinnen aus der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie, der Klinik für Innere Medizin I – Onkologie, Hämatologie, Immunologie und Rheumatologie sowie aus der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin am Universitätsklinikum. Die eingegangenen Bewerbungsunterlagen wurden von Mitgliedern der PJ-Task Force, der PJ-Faculty und Studierenden nach den Kriterien Innovation, Praxisrelevanz, Durchführbarkeit und Nachhaltigkeit bewertet.

Alle drei nominierten Ärzte und Ärztinnen überzeugten nicht nur die Studenten durch ihr vorbildliches Engagement in der PJ-Lehre, auch die Jury war begeistert von den eingereichten Lehrkonzepten. Am Ende  sammelte Caroline Radosa mit geringem Abstand die meisten Punkte bei diesem  anonymen Ranking und bekam den ersten Preis.

Übrigens ist Dr. Caroline Radosa schon einmal Preisträgerin gewesen, allerdings nicht für ihre Lehre, sondern für ihre Forschung. Denn sie wurde vor zwei Jahren, zusammen mit weiteren Kandidatinnen, mit dem mit  3000 Euro dotierten Pagliarello-Forschungspreis geehrt.

  Sie war damals nicht, wie die meisten Preisträgerinnen, im „kleinen Schwarzen“ erschienen, sondern eilte im weißen Kittel zur Preisverleihung in den Anatomie-Hörsaal, da sie sich sofort  wieder „auf Station“ begeben musste - in die Klinik für Frauenheilkunde.

 Willy Pitzer war Architekt und begann in den 1970er Jahren mit dem Aufbau eines Rehaklinik Konsortiums und leitete dieses auch. Nach seinem Tod vermachte er einen Großteil seines Vermögens der Willy Robert Pitzer Stiftung. Die Stiftung mit Sitz in Frankfurt pflegt bis heute, aufgrund der Herkunft von Willy Pitzer, einen wissenschaftlichen/medizinischen Förderungsschwerpunkt. Daneben fördert die Stiftung auch Sportler, Musiker und karitative Einrichtungen.