VHS-Eröffnung: Die VHS startet in ein neues Semester

VHS-Eröffnung : Die VHS startet in ein neues Semester

Sprachkurse, Sport, Malen, Kochen oder Basteln, das große Angebot der Volkshochschule ist ein Lichtblick im Herbst.

Die Volkshochschule Homburg startet in ein neues Semester – traditionell machten zwei Themenabende den Auftakt hierfür. Letzten Mittwoch wurden die Kurse der am meisten nachgefragten Sprachen Englisch und Französisch mitsamt ihrer Leiter vorgestellt; am Donnerstag waren es dann die übrigen Sprachen: Arabisch, Chinesisch, Italienisch, Russisch, Spanisch und Deutsch als Fremdsprache. Interessierte konnten hier schon mal die Dozenten der einzelnen Kurse kennenlernen und sich über die verschiedenen Niveaus informieren. Das sei bei den Sprachkursen anders als bei Themen wie „das eigene Smartphone kennenlernen“ oder „Einführung in Windows 10“ - letztere seien klare Fragestellungen, die kein Reinschnuppern erforderten, meinte VHS-Leiter Willi-Günther Haßdenteufel. Auch in den „exotischeren“ Sprachen wie Russisch, Arabisch und Chinesisch bietet die VHS Kurse mit verschiedenen Niveaus an.

Der Empfang fand im Treppenhaus des Berufsbildenden Zentrums statt - Haßdenteufel entschuldigte sich für den ungewöhnlichen Ort und wies darauf hin, dass die VHS über keine eigenen Räumlichkeiten verfüge. „Wir wollen der Volkshochschule ein Gesicht geben“, sagte er in seiner Ansprache. Er sei stolz auf das neue Programmheft und auf seine Dozenten, denn sie schafften es jedes Jahr wieder Menschen für ihre Kurse zu begeistern. „Mit über 250 Kursen, 40 Einzelveranstaltungen und über 3000 Teilnehmern sind wir ein wichtiger Mosaikstein in der Bildungslandschaft der Stadt Homburg“, meinte Haßdenteufel. Mit einem kleinen Wortspiel machte er deutlich, nicht jedem Trend hinterherlaufen zu wollen: „Was heute modern ist, kann morgen schon modern.“

Auf zwei interessante neue Veranstaltungen wollte er dennoch besonders hinweisen: Am 22. September bietet die VHS eine Fortbildung zum Thema „Erste Hilfe am Kind“ an. Neu ist auch ein zweiteiliger Vortrag zum Thema Ahnenforschung, der im November stattfindet. Haßdenteufel dazu: „Als der Dozent sich vorstellte, war ich sehr angetan davon, auf welch einfache Art man seine Familienchronik zurückverfolgen kann.“ Das Programmheft, das an vielen Orten der Stadt ausliegt, ist übrigens auch im Internet erhältlich unter homburg.de. Bauchschmerzen bereitet dem VHS-Leiter noch, dass seine langjährige Geschäftsführerin Christa Marx nächstes Jahr in Rente geht. „Was die Frau leistet, ist unglaublich! Sie lebt für diese Einrichtung“, lobte er sie. Nach der Begrüßung kamen die Interessierten mit den Dozenten der Homburger Volkshochschule ins Gespräch. Eine Interessentin etwa berichtete bei diesem kleinen Erfahrungsaustausch, dass sie derzeit noch überfordert sei mit dem Konversationskurs in Spanisch an der Akademie für Ältere.

Deshalb wolle sie noch mal ein Niveau tiefer gehen und erstmal einen Fortgeschrittenenkurs an der VHS belegen. Susanne Ulrich aus Neunkirchen besucht schon lange die Arabischkurse von Dozent Hulayil Hulayil. Früher habe sie ihren Mann oft auf Geschäftsreisen in den Irak begleitet, jetzt aber begegne sie immer häufiger Flüchtlingskindern. Sie arbeite in der Jugendhilfe, die an Schulen Nachmittagsbetreuung anbietet. „Auch wenn die Kinder einen syrischen Dialekt sprechen, kann ich mich doch verständigen. Die finden das amüsant und verbessern mich gerne“, erzählte Ulrich. Hulayil, der seit 1979 nach Homburg kam und nur zwischenzeitlich ein paar Jahre woanders lebte, bietet keinen reinen Anfängerkurs an. Es gäbe viele, die bereits ein paar Vorkenntnisse in dieser Sprache aufwiesen, meinte er.

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