Wahlen und Kombibad: Die Sache mit den Zahlen

Wahlen und Kombibad : Die Sache mit den Zahlen

An Mathematik scheiden sich die Geister. Das beginnt in aller Regel schon relativ früh in der Schule. Während die einen sich mit dem kleinen Einmaleins, Addition, Subtraktion später Differential-, Integralrechung und Co. wohlfühlen, bleibt es für andere ein Buch mit sieben Siegeln. Eltern bekommen, wenn sie bei schlechten Noten mehr Lerneifer anmahnen, gerne entgegengeschleudert: „Warum, das brauch’ ich doch später sowieso nicht mehr!“ Die vergangenen Tage haben gezeigt: Das stimmt nicht. Zahlen sind spannend, manchmal brutal, und sie machen den Unterschied. So waren es gerade gut 3000 Stimmen und 2,2 Prozent die den siegreichen CDU-Direktkandidaten Markus Uhl vom SPD-Mann Esra Limbacher trennten. Die Folgen sind weitreichend: Der eine hat künftig einen Arbeitsplatz in Berlin, der andere bleibt im Gemeinderat.

Um Zahlen geht es beim Homburger Kombibad Koi eigentlich schon immer – dabei um Summen, die einen schwindelig machen können. Da wird jetzt allein für dieses Jahr knapp eine halbe Million Euro nachgeschossen, zusätzlich zu dem, was man ohnehin beisteuert plus Tilgung des Kredits. Damit es bei einem wesentlichen Punkt, den Besucherzahlen, aufwärts geht, will man nun mehr anbieten, auch das kostet wieder Geld. Da bleibt nur zu hoffen, dass viele aus der Kategorie „Zahlenkönner“ im positiven Sinn am Werk sind, die Ergebnisse auch dann präsentieren, wenn sie unangenehm sind. Die Stadt, die ohnehin knapsen muss, wo es geht, sollte sich nicht verrechnen – damit wäre niemandem gedient.

Mehr von Saarbrücker Zeitung