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Erbacher Kerb
Die neue Kerb kommt ganz gut an

 Zur Erbacher Kerb gehört auch immer ein deftiges Essen. Leberknödel mit Kraut sowie Rollbraten ließen sich die vielen Besucher am Kerbemontag beim Obst- und Gartenbauverein Erbach gut schmecken.
Zur Erbacher Kerb gehört auch immer ein deftiges Essen. Leberknödel mit Kraut sowie Rollbraten ließen sich die vielen Besucher am Kerbemontag beim Obst- und Gartenbauverein Erbach gut schmecken. FOTO: Markus Hagen
Erbach. Für den Erhalt der Erbacher Kerb legten sich die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Erbach mächtig ins Zeug.

Auch wenn das Kerbetreiben mit Fahrgeschäften, Frühschoppen und anderen Aktivitäten auf dem Festplatz bei der Erbacher Kerb schon seit einigen Jahren Vergangenheit ist, die Erbacher Kerb lebt dennoch, wenn auch nun längst in einem kleineren Rahmen.


Der Kerbefreitag und erst recht der Kerbemontag sind beim Obst- und Gartenbauverein (OGV) Erbach richtige Festtage. So auch bei der Erbacher Kerb 2017.

Seit 1975 lädt der OGV zu seinen Kerbetagen auf sein Vereinsgelände mitten in Erbach ein. Zum Auftakt am vergangenen Freitag unterhielt die St. Ingberter Band High Voltage mit Oldie-Musik die Besucher. Der Besuch sei ganz in Ordnung gewesen, meinte OGV-Vorsitzender Edgar Emser. Aus allen Nähten platzte dann der kleine Hof des Vereins am Montag zur Mittagszeit. Tische und Bänke waren alle besetzt. „Unser Essen zieht die Kerwebesucher magisch an“, schmunzelte der Vorsitzende, der mit seinen gut 40 Helfern alle Hände voll zu tun hatte, um die über 300 Gäste an diesem Tag zu bewirten. Leberknödel mit Kraut sowie Rollbraten mit Kartoffelsalat standen auf der Speisekarte. Es mundete, so die Meinung der vielen Besucher. So auch bei Christine Endris aus Habkirchen, die früher in Erbach wohnte. Sie kam gerne der Einladung ihres Bruders Andreas Sutter mit seiner Frau Elke nach, zum Kerbemontag nach Erbach zum Mittagstisch des Obst- und Gartenbauvereins zu kommen. „Die Atmosphäre ist immer wieder toll. Man trifft viele Freunde und Bekannte. Dazu gibt es gutes Essen“, meinte nicht nur Andreas Sutter.



Auch Werner Böhm traf sich mit seinen Freunden. „Ich komme gerne immer wieder und dies schon seit vielen Jahren“, erklärt er. Diesmal hatte er sich Leberknödel mit Kraut von der Speisekarte ausgesucht.

 So ein wenig bedauert es der ein oder andere Erbacher doch, dass es den Kerbeplatz mit seinen traditionellen Fahrgeschäften, den obligatorischen Losbuden, Verkaufsständen und Imbiss-Betrieben nicht mehr auf der Erbacher Kerb gibt. „Es gab einfach nicht den richtigen Platz dafür“, so OGV-Vorsitzender Edgar Emser. Nun müsse man sich halt wohl oder übel an die Gegebenheiten anpassen. Kerbeessen am Montag bei Musik stehe weiter hoch im Kurs. Nach dem Mittagessen blieben noch viele Besucher beim Obst- und Gartenbauverein Erbach über den Nachmittag. Selbstgebackener Kuchen wartete auf die vielen Besucher, zu denen auch traditionsgemäß eine Abordnung der SG Erbach gehörte.

Auch beim Fußballverein SG Erbach wird jedes Jahr die Erbacher Kerb gefeiert. Am Freitagabend lud man zur Livemusik der Band Feier Department unter der Leitung von Frank Grub ein. Es folgte am Samstag die Einladung zum traditionellen Kerbeumtrunk, ehe dann der Sonntag ganz im Zeichen der Erbacher Kerb mit Frühschoppen, Hähnchenessen und Kerbespiel stand. Am Kerbemontag stand an der Eichheck zunächst der Frühschoppen im Blickpunkt. Sportlich betätigen konnten sich die Besucher beim „Mittellinienschießen“ auf dem Rasenplatz, ehe die Kerb auch bei der SG Erbach am Montagabend mit der Band Firma Holunder mit Tanz und Musik ausklang.