Artmosphäre in Homburg: Die Innenstadt wird zum Montmartre

Artmosphäre in Homburg : Die Innenstadt wird zum Montmartre

Am Samstag, 26. August, steigt in Homburg die sechste „Artmosphäre“ mit Künstlern aus der gesamten Region.

Dass man im Saarland, und damit auch in Homburg, eine Nähe zu Frankreich pflegt, ist ja nun nichts Neues. Von der Landesregierung bis zu den Städten und Gemeinden wird der Austausch mit dem Nachbarland gepflegt. Und dabei wird dann auch so manches übernommen, was in Frankreich schlicht zum Bild der kulturell hoch ausgeprägten Grande Nation einfach dazu gehört.

So zum Beispiel das große „Freilicht-Atelier“ am Montmartre in Paris. Was dort seit Jahrzehnten Touristen anlockt, namentlich Künstlerinnen und Künstler, die unter freiem Himmel ihrer Passion und Profession nachgehen, hat seit einigen Jahren auch in Homburg seinen Widerhall gefunden – in Form der „Artmosphäre“.

An einem Sommersamstag lädt Homburg, an der Spitze der ehrenamtliche Kulturbeigeordnete Raimund Konrad und Francoise Mathis-Sandmaier als städtische Kuratorin, Künstlerinnen und Künstler aus der Region dazu ein, in der Innenstadt sich und ihr Werk zu präsentieren. Genau das wird auch in diesem Jahr wieder geschehen, am Samstag, 26. August, wird sich die Stadt einen Tag lang wieder ganz bunt, ganz kreativ, ganz künstlerisch geben.

„Der große Erfolg unseres Formats ‚Homburger Artmosphäre‘ mit 96 Teilnehmern in diesem Jahr  zeigt das enorme Interesse an Kunst in unserer Stadt und darüber hinaus in der gesamten Saarpfalz. Die bunte Vielfalt kreativer Gestaltungsarten reicht wieder von Malerei über Grafik, Karikatur, Objektkunst und Fotografie bis zur Performancekunst“, zeigte sich Raimund Konrad sichtlich angetan vom erneuten Zuspruch für die nunmehr zum sechsten Mal stattfindende Kunstschau unter freiem Himmel. Doch was macht den besonderes Reiz dieses Tages aus, immerhin hat man mehr oder weniger über das ganze Jahr hinweg an unterschiedlichen Ausstellungsorten, von der Gustavsburg bis zur städtischen Galerie im Saalbau, die Möglichkeit, Kunst und Künstler zu erleben. Ein Grund für die Faszination der „Artmosphäre“ ist mit Sicherheit die schiere Anzahl der Künstler und die damit verbundene, große Vielfalt der gezeigten Kunst und der Kunsthandwerke. Wohl kaum an einem anderen Tag und einem anderen Ort kann man sich so an Kunst satt sehen und satt fühlen wie bei der Homburger „Artmosphäre“.

Doch es sind nicht nur die Quantität und natürlich die Qualität des Gezeigten. „Für das besondere Erlebnis sorgen, wie stets, die vor Ort arbeitenden Künstlerinnen und Künstler, die offen sind für Gespräche und zum Teil auch Besucher zum kreativen Mitmachen einladen.“ Damit fasst Konrad in Worte, dass es eben nicht nur um das Betrachten von Kunst geht, sondern auch darum, das Entstehen der selben live zu erleben und den Künstlerinnen und Künstlern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen – eben so, wie man es vom Pariser Montmartre gewohnt ist.

Bespielt wird dabei quasi jedes freie Fleckchen in der Innenstadt: die Eisenbahnstraße, der Christian-Weber-Platz, der Ilmenauer-Platz, Freiflächen am Tal-Zentrum, die Talstraße und auch Teile des historischen Marktplatzes – man sollte sich also schon einiges an Zeit einplanen, will man die Homburger „Artmosphäre“ mit all ihren Facetten, all ihren Künstlern und all ihrer Kunst erleben.

Doch das ist natürlich nicht alles, was an diesem Tag als Teil der großen Kunst- und Künstlerschau geboten wird. „Wie immer gibt es auch ein begleitendes Musikprogramm. Das Trio Present Art Collection wird an wechselnden Standorten auftreten, und mit Echoes of Swing steht ein international bekanntes Jazzensemble beim gleichzeitig stattfindenden Musiksommer auf der Bühne am historischen Marktplatz.“

Einen weiteren Farbtupfer im bunten Reigen des Begleitprogramms bilden die Stelzenläufer des Straßentheaters Circolo, skizzierte Raimund Konrad das, was der Artmosphäre auch am 26. August und damit wie in den Jahren zuvor zusätzliches Flair geben soll.

  Spielt das Wetter mit, dann wird die Homburger „Artmosphäre“ auch in diesem Jahr wieder ein Fest der Farben, wie hier auf unserem Archivbild zu sehen ist.   . Foto: Thorsten Wolf

Es ist also alles angerichtet für einen großen Sommertag der Kunst und Künstler in Homburg. Bleibt nur noch zu hoffen, dass echtes Sommerwetter für die richtige Atmosphäre bei der sechsten Homburger „Artmosphäre“ sorgt.