Die Frage der Erreichbarkeit

Homburg · Keine Erklärung hatte der Leiter des Jobcenters des Saarpfalz-Kreises, Dietmar Schönberger, gestern auf SZ-Anfrage für die lange Nichtereichbarkeit des Centers per Telefon durch Marina Balluf. Mittlerweile ist deren Kontaktaufnahme erfolgt.

Das Jobcenter des Saarpfalz-Kreises erfüllt wichtige Funktionen, die direkt verbunden sind mit der Zukunftsgestaltung von Menschen. Eine möglichst reibungslose Kommunikation zwischen Center und Kunden gehört deshalb zum Arbeitsalltag einfach dazu.

Gerade mit der Kommunikation hat Marina Balluf in dieser Woche schlechte Erfahrungen gemacht. "Ich habe dringend etwas zu regeln mit dem Jobcenter , habe am Montag bereits stundenlang versucht, dort anzurufen, und am Dienstag. Das Ergebnis: Es war immer besetzt", klagt die Homburgerin im Gespräch mit unserer Zeitung. In ihrem Fall gehe es um ein dringendes Anliegen, zu dem sie einen Termin mit der Teamleiterin abmachen müsse. "Wie kann ich das, wenn ich jemanden bestimmtes erreichen muss, aber niemand abhebt?", fragt Marina Balluf.

Zumal es nach ihrer Aussage auch keinen Anrufbeantworter im Jobcenter gibt. Und wenn sie, wie auch immer, plötzlich einen anderen Sachbearbeiter am Telefon hatte, stellte der das Gespräch laut Balluf zurück zur Zentrale. Und dort? - besetzt.

Der Leiter des Jobcenters des Saarpfalz-Kreises, Dietmar Schönberger, hatte gestern auf SZ-Anfrage keine Erklärung für die Nichterreichbarkeit. "Das ist eigentlich nicht möglich, wir haben die Zentrale besetzt. Der Vorgang ist für mich nicht erklärlich."

Von technischen Problemen sei ihm nichts bekannt. Dass es in Spitzenzeiten mal zu Engpässen kommen könne, sei klar. "Aber so eine lange Zeit, das dürfte nicht passieren", sagte Schönberger.

"Darf nicht passieren"

Er bestätigte, dass es im Jobcenter keinen Anrufbeantworter gebe. "Wir arbeiten mit Durchwahlnummern, die auf den Vertreter umgeschaltet werden, wenn eine Nummer mal nicht besetzt ist." Der Leiter des Homburger Jobcenters bot gestern seine Durchwahl an, um Marina Balluf zu helfen. Kurz danach war das Anliegen der Homburgerin einer Kontaktaufnahme mit dem Jobcenter erledigt: "Sie hat mich erreicht, wir können in ihrer Angelegenheit tätig werden,", bestätigte Dietmar Schönberger gestern Nachmittag. Und auch Marina Balluf informierte über den mittlerweile erfolgten Gesprächskontakt, der nach ihrer Einschätzung möglicherweise in einem persönlichen Gesprächstermin enden könnte.

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