Die Eisbahn ist das Herzstück

Wenn das Wetter mitspielt, kann es in Homburg drei richtig schöne Weihnachtswochen geben. Was besonders erwünscht ist: Knackige Kälte. Die sorgt für rote Wangen und macht Lust auf heiße Getränke, Plätzchen und Bratwurst.

Mit einem sehenswerten Auftakt ist die Homburger Vorweihnachtszeit mit dem Weihnachtsdorf auf dem Christian-Weber-Platz gestern in ihre zweite und längste Etappe gestartet. Bei angenehm kalten Dezemberwetter hatten sich schon ab dem Nachmittag viele Passanten ein bisschen Zeit genommen, um zwischen den Ständen zu flanieren oder auch schon mal eine Runde in der Eisarena zu drehen. Rund um die offizielle Eröffnung um 18 Uhr war dann richtig viel Betrieb. Mitten drin: Ein augenscheinlich gut aufgelegter und zufriedener Veranstalter Thorsten Bruch: "Die ersten Stunden sind schon sehr gut angelaufen!" Zwar habe man am Morgen noch eine kleine technische Panne an der Eisbahn beheben müssen, "aber das Problem wurde gelöst. Jetzt sind wir betriebsbereit und freuen uns auf drei Wochen Weihnachtsdorf." Gerade die lange Dauer des Weihnachtsdorfes bringe natürlich auch Anstrengungen für die Macher mir sich, "von Morgens bis Abends und in der Kälte. Aber auf der anderen Seite ist es so, dass wir bei vielen Veranstaltungen länger auf- und abbauen, als das eigentliche Event selbst dauert. Hier beim Weihnachtsdorf ist das anders, hier können wir uns über eine längere Zeit präsentieren. Und das ist schon in Ordnung."

Ein waches Auge habe er in den kommenden drei Wochen natürlich auf das Wetter, verdeutlichte Bruch im Gespräch mit unserer Zeitung. "Eine Open-Air-Veranstaltung wie das Weihnachtsdorf steht und fällt mit dem Wetter. Und es gibt nichts schlimmeres als Regen, dann ist es vorbei."

Mit der sechsten Auflage des Weihnachtsdorfes feierte die Eisarena, neben dem Bühnenprogramm wesentlicher Teil in Sachen Unterhaltung, ihren fünften Geburtstag. Das Angebot wird, das konnte man gestern Abend sehen, bestens angenommen. Gerade bei den jüngeren Besucher sind die Runden auf den Kufen ein Renner. Da wundert es nicht, dass diese Attraktion für Bruch im Portfolio gesetzt ist. "Das ist definitiv der zentrale Magnet der Veranstaltung." Über eine Steigerung und damit wesentliche Veränderung denke man deswegen auch nicht nach, "dafür ist es jetzt einfach noch zu früh. Ein solches Konzept hat eine Halbwertszeit von rund zehn Jahren. Zudem sind die Besucherzahlen in der Eisarena weiterhin steigend."

Heute geht es im Weihnachtsdorf natürlich weiter. Von 18 bis 21 Uhr interpretiert das Duo Fellini auf der Bühne Klassiker der Weihnachtsmusik von White Christmas bis Felize Navidad, das Weihnachtsdorf selbst ist von elf bis 21 Uhr geöffnet.