Die drei Gymnasien in Homburg haben Zuwächse bei den Neuanmeldungen

Neuanmeldungen : Alle Gymnasien können zulegen

Die Anmeldephase für die weiterführenden Schulen ist abgeschlossen. In Homburg erholt sich das Mannlich-Gymnasium weiter, das Johanneum liegt erneut mit Abstand an der Spitze, das Saarpfalz-Gymnasium hält sich stabil.

Die vergangenen Wochen waren für viele Viert-klässler-Eltern und ihre Kinder anstrengend. Schließlich mussten sie sich festlegen, wie es auf dem schulischen Weg weitergehen soll. Keine einfache Sache. Bei der Frage, ob es denn nun eine Gemeinschaftsschule oder eines der Gymnasien sein soll, hat diesmal die Schulform Gymnasium im hiesigen Beritt die Nase deutlich vorne.

Für die Schulen ist das Ende der Anmeldefrist auch die Zeit, um Bilanz zu ziehen, wer wie abgeschnitten hat. Bei den drei Homburger Gymnasien ist man mit Blick auf die Neuanmeldungen richtig zufrieden.  Johanneum- und Mannlich-Gymnasium haben im Vergleich zum Vorjahr ordentlich zugelegt. Das Saarpfalz-Gymnasium hält sich konstant.

Insgesamt haben sich 343 Viertklässler fürs Gymnasium entschieden. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, als es 291 waren, die mittlerweile die jetzigen fünften Klassen besuchen. Wobei sich bis zum Schuljahresstart immer noch kleinere Verschiebungen ergeben.

Nicht berücksichtigt ist auch diesmal, dass manche Kinder zum Beispiel weiterführende Schulen in anderen Städten besuchen oder etwa andere Schulformen wählen. Einen Trend kann man dennoch ausmachen. Für eine der Gemeinschaftsschulen im Gebiet Homburg, Bexbach, Kirkel entschieden sich diesmal insgesamt 222 derzeitige Viertklässler und damit deutlich weniger als im Vorjahr als es  264 waren. Damit wählten rein rechnerisch gut 60 Prozent der jetzigen Viertklässler bei der Anmeldung die Schulform Gymnasium, gerade einmal 39 Prozent die Gemeinschaftsschule (siehe auch Infobox, ausführlicher Bericht folgt).

An der Spitze der Gymnasien bleibt in Homburg das Johanneum. 145 neue Schüler wird man hier aufnehmen, 156 Bewerbungen hatte es gegeben, sagt Schulleiter Oliver Schales. Das sind nochmals mehr als im vergangenen Jahr mit 119 Neuanmeldungen. Damit liegt man wieder ungefähr auf dem Stand des Rekordjahrgangs, als es 2017 insgesamt 149 Anmeldungen gab. „Wir sind sehr froh, glücklich und stolz, dass es auch in diesem Umbruchsjahr so gut geklappt hat“, betonte Schales. Er spielt damit auf den Wechsel an der Schulspitze und auch im Kollegium an.  Schales und auch sein Stellvertreter Andreas Gingrich sind seit Sommer das neue Leitungsteam an der katholischen Privatschule. Zudem liefen und laufen an der Schule Umbaumaßnahmen, führte er weiter aus. Die Zahl 145 und die daraus resultierenden fünf neuen Klassen seien verantwortungsvoll. So passe es  noch bei den Räumen und dem Personal, um die Qualität halten zu können. Vierzügig sei „gesund“, sagte Schales, die Fünfzügigkeit sei  „gut, erfolgreich und eine pädagogische Herausforderung“.

Für das Mannlich-Gymnasium sind die 102 Neuanmeldungen eine echte Erleichterung. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Schulleiter  Wolfram Peters.  Zur Erinnerung: 2017 musste die Schule mit nur 56 Anmeldungen einen Einbruch hinnehmen, 2018 hatte man sich mit  77 Neuanmeldungen schon wieder etwas erholt, lag aber immer noch hinter den beiden anderen zurück, am Ende waren es fürs Schuljahr 2018/19 dann aber doch drei große Klassen mit 84 neuen Fünftklässlern – ein bisschen Bewegung ist allgemein immer bis zum Start. Zum Vergleich: 2012 und 2013 meldeten sich 116 beziehungsweise 115 neue Fünfer im Mannlich-Gymnasium an. 2015 waren es noch 98 und 2016 fiel man schon auf 80.

Nach der Talfahrt habe die Schule jetzt wieder das Niveau „wie vor der Delle“. Man habe mit Werbung auf sich aufmerksam gemacht. Punkten könne das Mannlich-Gymnasium auch mit dem fertigen Neubau, aber man habe darüber hinaus das Negative, „was man uns gerüchteweise nachgesagt hat“ gekontert, etwa mit dem ersten Preis, den man beim Bundesfremdsprachenwettbewerb gewonnen habe, dem Querdenker-Projekt, das in die Bundesförderung aufgenommen wurde. „Wir machen einfach eine gute Arbeit“, unterstrich Peters.

Auch beim Saarpfalz-Gymnasium freut man sich über die 96 Anmeldungen. Damit hält sich die Schule über Jahre ungefähr auf demselben Niveau. Zum Vergleich: 95 Neuanmeldungen waren es im Vorjahr, bei 99 lag man 2017. So sei man konstant immer vierzügig, und dies nicht in knapper Form. Das sei eine gute Basis, um  zu arbeiten, sagte Schulleiter Jürgen Mathieu. Es seien diesmal fast nur Kinder angemeldet worden, die auch eine Empfehlung fürs Gymnasium hätten. Zum Hintergrund: Die Grundschulen sprechen zwar eine Empfehlung aus für die weiterführende Schulform, diese  sind aber nicht bindend.

Es sei nicht die Zahl an sich, betont Schulleiter Mathieu. Die Vierzügigkeit sei aber auch deswegen wichtig, damit in der Mittelstufe eine gewisse Wahlmöglichkeit geboten werden könne. „Man braucht eine gewisse Masse.“ Dasselbe gelte für die Oberstufe, wenn man eine breites Angebot an Kursen anbieten wolle.

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