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Wahlkampfauftakt der CDU Saarpfalz: Die CDU Saarpfalz gibt sich kämpferisch

Wahlkampfauftakt der CDU Saarpfalz : Die CDU Saarpfalz gibt sich kämpferisch

Beim Wahlkampfauftakt der Christdemokraten präsentierten sich auch die Kandidaten für die Chefsessel in St. Ingbert, Bexbach, Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal.

Noch 20 Tage, dann steht den Saarländern ein großer Wahltag ins Haus: Am 26. Mai werden bei den Kommunalwahlen die Stadt- und Gemeinderäte, die Ortsräte und die Kreistage gewählt. Zusätzlich ist Europawahl – und in zahlreichen saarländischen Kommunen stehen die Verwaltungschefs zur Wahl an. Es war also ein ziemlich lauter Startschuss, den die saarpfälzische CDU da am vergangenen Freitag in Kirkel für den Endspurt zu den anstehenden Urnengänge geben wollte. Als Hauptredner hatte man Saar-Ministerpräsident Tobias Hans, in Personalunion auch Landeschef der CDU, gewinnen können.

Im Mittelpunkt stand aber nicht er, sondern zentral waren die Kandidaten für die anstehenden Wahlen und da vor allem die fünf, die sich in St. Ingbert, Blieskastel, Bexbach, Mandelbachtal und Gersheim entweder zur Wiederwahl stellen oder sich als Bewerber ums Amt bemühen: Ulli Meyer, Annelie Faber-Wegener, Christian Prech, Alexander Rubek und Gerd Tussing.

Rund um die Präsentation dieser Kandidaten hatte Alexander Funk, Fraktionschef der CDU im saarländischen Landtag und Chef der saarpfälzischen CDU, vor den Gästen des Abends bei Grunder in Limbach eine Choreografie geschaffen, die den Bogen über alle Wahlgänge hinweg spannte. Funk selbst rückte die Europawahl erstmal thematisch in den Mittelpunkt. „Ja, über Europa kann man streiten. Ja, über Europa kann man diskutieren. In Europa gibt es auch das eine oder andere Problem.“ Aber, so Funk, Europa stehe mehr als 70 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs für Frieden. Das vereinte Europa sei die Antwort der Nachkriegspolitiker gewesen, „das ist unsere Antwort auf Krieg und Frieden, das ist unsere Antwort auf den Terrorismus. Dafür müssen wir in den nächsten Wochen kämpfen.“ Diesen Appell verband Funk mit der Aufforderung, den saarländischen CDU-Kandidaten für Brüssel, Roland Theis, zu unterstützen. Nach Funk war es an Tobias Hans, den Wahlkämpfern einiges mit auf den Weg zu geben. Er kritisierte dabei deutlich den politischen Gegner in Reihen der SPD – auch ganz aktuell mit Blick auf die Aussagen des Juso-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert zur „Vergemeinschaftung“ großer Industriebetriebe. Dessen Auftritt beim SPD-Wahlkampfauftakt in Saarbrücken am gleichen Tag kommentierte Hans so: „Da geht es nicht mehr nur um Sozialismus, die sind längstens wieder im Marxismus angekommen, mit diesen Enteignungstheorien, die Kühnert da aufstellt.“ Für diese Geisteshaltung könne sich die SPD schämen, „das ist nicht der Stil der CDU Saar“.

Danach, und moderiert von CDU-Kreisgeschäftsführer Pascal Rambaud, hatten die fünf Kandidaten für die Chefsessel in St. Ingbert, Blieskastel, Bexbach, Mandelbachtal und Gersheim das Wort. Erst wurden alle Kandidaten per Video kurz portraitiert, danach hatten sie die Möglichkeit, zu ausgewählten Themen Position zu beziehen. Faber-Wegener gab Einblick in ihre Vorstellungen von Kinderbetreuung, Christian Prech bezog Stellung zum Ehrenamt, Alexander Rubek rückte Europa und Biosphäre in den Fokus, für Gerd Tussing ging es in einer kurzen Präsentation um die Qualität des Wohnens im ländlichen Raum. Für Ulli Meyer schließlich stand das Thema „Digitalisierung“ im Fokus.

Nachdem die Kandidaten sich vorgestellt hatten, rückte das eigentliche Wahlprogramm der saarpfälzischen CDU in den Mittelpunkt, vorgestellt von Stefan Funck, dem Spitzenkandidaten der Christdemokraten für den Kreistag. „Die CDU ist die kommunalpolitische Kraft hier im Landkreis. Die CDU kann stolz sein auf das, was sie alles vorangebracht hat. Aber: In Zeiten, in denen Parteienbindung deutlich abnimmt, in denen immer mehr ,Partikularinteressen vertretende’ Wählerbünde vor Ort auftreten, da ist es nicht mehr selbstverständlich, dass wir mit guten Wahlergebnissen gesegnet sind. Die Leute wollen nicht wissen, was wir alles erreicht haben, sondern man wird gewählt dafür, was man in Zukunft erreichen möchte.“ Um diesen Ziel zu erreichen, hat sich die saarpfälzische CDU folgende Schwerpunkte gesetzt: Vorreiter werden bei der Digitalisierung, moderne Lernorte und attraktive Schulstandorte schaffen, die „beste Kinderbetreuung“ realisieren, passgenaue Hilfe und Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien, gerechte und effiziente Jugend- und Sozialhilfe, eine verbesserte Mobilität, die Biosphäre als Chance nutzen, Kultur und Ehrenamt stärken sowie lebendige Orte und attraktive Innenstädte schaffen.