Die Arche Noah als Symbol

Homburg. Traditionell gestalteten die Kunsterzieher am Homburger Gymnasium Johanneum alle zwei Jahre unter einem ausgewählten Motto zum Schulfest ein Wandbild (wir berichteten). Aus 24 mit Leinwand bezogenen Holzrahmen wird eine zwölf mal 4,5 Meter große Malfläche vorbereitet

Homburg. Traditionell gestalteten die Kunsterzieher am Homburger Gymnasium Johanneum alle zwei Jahre unter einem ausgewählten Motto zum Schulfest ein Wandbild (wir berichteten). Aus 24 mit Leinwand bezogenen Holzrahmen wird eine zwölf mal 4,5 Meter große Malfläche vorbereitet. Die weiß grundierten 1,5 mal 1,5 Meter großen Einzelteile liegen dabei auf dem Boden der Aula wie Betttücher auf einer großen Sommerwiese. Während einer Zeit von fünf bis sechs Wochen nehmen aus Umrisslinien Häuser, Pflanzen, Landschaften, Menschen und Tiere Gestalt an. Die Thematik beziehungsweise das jeweilige Motto entstehe immer im Zusammenhang mit dem Gedanken des Schulfestes, dem Zeitgeist oder in Anlehnung an den Grundgedanken der christlich orientierten Schule, erläuterte der Leiter der Fachschaft Bildende Kunst, Matthias Terber. Mit Volker Scheiblich, dem ehemaligen Kollegen Peter Spiegel sowie Ordensbruder Walter Schürer hat Terber die bisherigen zwölf Wandbilder aus 24 Jahren in einem Schulfest-Wandbildkalender 2011 verewigt. "Es ist wichtig, dass das, was in den einzelnen Fachschaften geleistet wird, auch öffentlich gemacht wird", begrüßte die Schulleiterin des Johanneums, Eva-Maria Wenzel-Staudt, im Gespräch mit unserer Zeitung die Initiative der Fachschaft Bildende Kunst. "Das Titelbild schmückt die Arche Noah, mögliches Sinnbild oder Symbol unserer Schule in schwieriger Zeit", erklärte Terber bei der Vorstellung des eindrucksvollen Kalenders, welcher in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen ist. Fast alle Bilder bis hin zum Thema Schlaraffenland sind tatsächlich auch symbolisch und zeitkritisch zu betrachten. Man habe auch den Ort der Entstehung, die Aula, in die Bilder mit einbezogen. Einzelne Schüler, Lehrer und ehemalige Kollegen werden sich wieder erkennen. Auch der Meister der Technik für die Installation des Wandbildes in der Aula, Bruder Zimmermann, ist zu sehen. Ziel bei allen Themen sei immer gewesen, für die Schüler eine nachvollziehbare und erlebnisreiche Thematik zu finden, so Terber. Ein Bild mit einer Größe von 54 Quadratmetern zu verwirklichen, bezeichnete er als Schwerstarbeit und Höhepunkt des Faches Bildende Kunst am Johanneum. Die Dekoration verstehe sich nicht nur als Dekoration am Schulfest, sondern auch als eine Art "offenes Atelier". Wie Schulleiterin Wenzel-Staudt erklärte, wird das Schulfestwandbild noch bis zum Infotag im Dezember in der Aula hängen bleiben. Der Kalender eigne sich gut als Geschenk zu Weihnachten oder fürs neue Jahr und sollte rechtzeitig vorbestellt werden, meinte Terber. Der Erlös aus dem Verkauf ist in Absprache mit der Schulleitung sowohl für einen sozialen Zweck als auch für die Fachschaft Bildende Kunst am Johanneum gedacht. re

Auf einen BlickDer Schulfest-Wandbildkalender der Fachschaft Bildende Kunst des Homburger Gymnasiums Johanneum ist in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen. Der Kalender zeigt zwölf Wandbilder aus den vergangenen 24 Jahren. Er kostet zehn Euro und kann im Sekretariat der Schule vorbestellt und erworben werden. Darüber hinaus wird er auch am Informationstag des Johanneums am Samstag, 4. Dezember, in den Räumen der Bildenden Kunst angeboten. Weitere Informationen unter Telefon (0 68 41) 93 47 70. re

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