Dicht dran am Glenn Miller-Sound

Homburg. "Ich denke, dass der Big-Band-Sound eine Art von Wiedergeburt erlebt hat in der Zeit, als auch die Beer River Baskets entstanden sind, Anfang der 80er Jahre." Und dem Kind geht es augenscheinlich gut

Homburg. "Ich denke, dass der Big-Band-Sound eine Art von Wiedergeburt erlebt hat in der Zeit, als auch die Beer River Baskets entstanden sind, Anfang der 80er Jahre." Und dem Kind geht es augenscheinlich gut. Zu diesem Eindruck konnte man zumindest kommen, wenn man die Aktion der "Glenn Millers aus dem Bliestal" und die Reaktion der Zuhörer beim Jazzfrühschoppen auf dem Homburger Marktplatz am Samstag gegeneinander aufwog. Bandleader Ronald Lück, Schlagzeuger und als einziger Profimusiker der Baskets Mitglied der Deutschen Radiophilharmonie in Saarbrücken, zeigte sich mit den Lebenszeichen des Big-Band-Jazz im historischen Rund im Einklang. "Ich bin absolut zufrieden. Das Wetter hält, die Jungs sind gut drauf." Und nicht nur gut drauf, sondern auch dicht dran, dran am großen Sound der Ära Miller, Goodman oder auch Krupa. Dabei war und ist sich Körbchen-Chef Ronald Lück sicher, dass gerade der Auftritt mit den populären Gassenhauern dieser Zeit alles andere als leicht ist. "Vor allem, wenn man das Repertoire von Glenn Miller betrachtet. Das sind natürlich Titel, die pfeifen die Spatzen von den Dächern. Und da wird's richtig schwer, weil diese Songs jeder kennt. Für eine Formation aus Berufsmusikern ist das kein Problem, weil die genau wissen, wie sie was zu spielen haben. Wir als Amateure versuchen es so gut, wie es uns mit unseren Möglichkeiten gelingen kann. Ich denke aber, die Leute sind zufrieden." Da dachte er richtig, der Ronald Lück. Applaus auf offener Szene, gerade für die zahlreichen Soli innerhalb der Arrangements, waren den Beer River Baskets sicher. Die tragen ihren Namen, und das sei am Rande erwähnt, als Würdigung ihres Entstehungsortes, dem Blieskasteler Stadtteil Bierbach. Aus Bierbach wurde einfach Beer River. Und da der Spitzname der Bierbacher "Körbcher" ist, entstanden 1983, zum 750-Jahr-Jubiläum des Ortes, die Beer River Baskets. Ins Gaben-Körbchen legten die Musiker bei ihrem Auftritt am Samstag nicht nur Stücke der Big-Band-Ära, sondern auch Klassiker der Filmmusik. So Henry Mancinis "Pink Panther Theme" und "Peter Gunn". Die Gäste auf dem historischen Marktplatz nahmen das Geschenk dankend an. Als Stärken der Formation nannte Ronald Lück vieles, was auch im Außenauftritt der Baskets am Samstag spürbar war und seinen Anteil an der positiven Reaktion der Zuhörer hatte: "Zum einen zeichnet uns eine dicke Freundschaft untereinander aus. Dazu kommt, dass wir alle früher mal den Traum hatten, genau solche Musik zu machen. Aber vor 1983 gab's dafür kaum Gelegenheit. Aus der Erfüllung dieses Traums kommt auch unsere musikalische Stärke als Amateurband. Denn ich denke, die Leute merken einfach, wieviel Spaß wir bei der Sache haben. Und ich hoffe, das hört man heute auch so ein bisschen." www.musikszene-homburg.dewww.homburg.de "Das sind natürlich bekannte Titel, die pfeifen die Spatzen von den Dächern."Ronald Lück