Des Erlösers letzte Worte

Einöd. Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu Christi gilt seit jeher die besondere Aufmerksamkeit von Theologie, Verkündigung und Frömmigkeit. An der Theologie des Kreuzes machen sich Grundfragen des Glaubens fest, in der Frömmigkeit haben sich eigene Formen der Andacht gebildet, unter anderem die sieben Worte Jesu am Kreuz

Einöd. Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu Christi gilt seit jeher die besondere Aufmerksamkeit von Theologie, Verkündigung und Frömmigkeit. An der Theologie des Kreuzes machen sich Grundfragen des Glaubens fest, in der Frömmigkeit haben sich eigene Formen der Andacht gebildet, unter anderem die sieben Worte Jesu am Kreuz.Die Musikmeditation "Die sieben Worte unseres Erlösers am Kreuze" hat in Einöd Tradition, welche an jedem Karfreitag die Zuhörer mit Ergriffenheit umfängt. Schon zum zwölften Mal musizierte ein Streichquartett des Kammer-Musik-Treffs Einöd in der Apostelkirche. Wie schon bei der Uraufführung des Stückes von Josef Haydn in dem nur spärlich mit Kerzen erleuchteten Dom von Cádiz erklang diese innige Meditationsmusik auch in Einöd. In der Besetzung Jörg Schubert (1. Violine), Katharina Ginkel (2. Violine), Horst Riller (Viola) und Gregor Berg (Violoncello) bot das Streichquartett eine mehr als beeindruckende Vorstellung. Den sieben letzten Worten des Erlösers am Kreuze liegen mehrere Musik-Schöpfungen zu Grunde. Joseph Haydn komponierte um 1785 sein Orchesterwerk als Bestandteil einer feierlichen Liturgie für die Karfreitagsnacht. Neben diesem Orchesterwerk gibt es eine Bearbeitung für Streichquartett, welche Haydn zugeschrieben wird und die jetzt in der Einöder Apostelkirche erklang. Nach der "Introduction" sowie vor jeder der sieben Sonaten sprach die Pfarrerin der protestantischen Kirchengemeinde, Heide Salm, das überlieferte Wort, dessen lateinischer Text Haydn seinen ergreifenden Sonaten voran stellte. Nach jeder Sonate verklang der Schlusston, und es herrschte in der dunklen Apostelkirche ein Moment meditativer Stille und Ruhe. "Es ist einfach unglaublich, wie man mit einer solchen Musik die Menschen begeistern kann", beschrieb Horst Riller, der Initiator dieser Veranstaltung, die eindrucksvolle Stimmung in der Kirche. Gemeinsam mit Gregor Berg aus Webenheim bildet er die Keimzelle des Kammer-Musik-Treffs Einöd. Er setzt sich aus mehreren Instrumentalisten zusammen. Während Riller und Berg von Anfang an bei der Musik am Karfreitag mitwirken, gibt es bei den Geigern stets eine wechselnde Besetzung.Die erste Violine spielte wieder der ehemalige Gaststudent der Folkwang Musikschule, Jörg Schubert. Mit diesem Gastspiel verabschiedete sich der Universitätsprofessor, der eine Chefarztstelle in Westfalen angetreten hat, bei seinen Musikfreunden. Mit zu diesem Konzert beigetragen hat auch die Teilnahme der jungen Homburger Geigerin und Musikstudentin Katharina Ginkel. Den vier Musikern machte es Spaß, die langsamen Sätze mit den sich ständig wechselnden langsamen und transparenten Tonarten zu spielen. "Es ist unglaublich, wie man mit einer solchen Musik die Menschen begeistern kann."Horst Riller

Auf einen BlickDie Aufführung "Die sieben Worte unseres Erlösers am Kreuze", sieben Sonaten, eine Introduction und ein Terremoto (Erdbeben) für Streichquartett, fand zum zwölften Mal an Karfreitag in der Einöder Apostelkirche statt. Ein Quartett des Kammer-Musik-Treffs Einöd in der Besetzung Jörg Schubert (Violine), Katharina Ginkel (Violine), Horst Riller (Viola) und Gregor Berg (Violoncello) spielte diese Meditationsmusik von Josef Haydn. Die Worte sprach Pfarrerin Heide Salm. Eingeladen hatte die protestantische Kirchengemeinde. Der Erlös des Konzertes dient dem Erhalt der König-Orgel. re