Der zweijährige Gino leidet unter einer unheilbaren Krankheit

Kostenpflichtiger Inhalt: Spenden gesucht : Der kleine Gino will endlich unbeschwert leben

Der zweijährige Junge aus Homburg leidet unter Mukoviszidose und muss schwere Operationen ertragen. Seine Mutter sucht nach Spenden.

Mit seinen gerade mal zwei Jahren hat Gino aus Homburg bereits neun Operationen durchstehen müssen. Die erste bereits vier Tage nach seiner Geburt im April 2017. Sein Darmausgang war verschlossen. Grund dafür ist die unheilbare Krankheit Mukoviszidose. Seitdem lebt er mit einem künstlichen Darmausgang und hat acht weitere OP’s über sich ergehen lassen müssen. „Wir haben seit seiner Geburt mehr Zeit im Krankenhaus verbracht als zu Hause“, sagt Sabrina Agugliaro, die 36 Jahre alte, alleinerziehende Mutter.

Zuletzt war sie mit ihrem Sohn sieben Wochen am Stück in der Klinik, der Darm verschließt sich immer wieder. Dabei konnte die Bauchdecke nicht geschlossen werden. Eine sogenannte „PEG-Anlage“ wird nun eingesetzt, um ihn durch das Loch in seinem Bauch künstlich ernähren zu können. Der Schlauch, der aus seinem Bauch herausragt, muss nachts an eine Pumpe angeschlossen werden, die ihm zusätzlich zu den täglichen Mahlzeiten Nährstoffe liefert. Durch seine Krankheit nimmt der Darm nicht genug Nährstoffe auf, weshalb der Junge kaum Gewicht zulegt. „Dabei ist er ein erstaunlich fröhlicher und aufgeweckter Junge, der gerne tanzt, singt und sich bewegt“, beschreibt Sabrina Agugliaro.

Ginos Mutter kann aufgrund des pflegeintensiven Kindes nicht mehr arbeiten: „Ich habe bei Lidl als Verkäuferin gearbeitet, aber es erfordert einfach zu viel Zeit, mich um Gino zu kümmern.“ Mal abgesehen davon, dass die enorme psychische Belastung kaum auszuhalten sei. Ginos Vater möchte keinen Kontakt zu dem Jungen, so muss Sabrina Agugliaro seine Pflege alleine übernehmen. Zwei ältere Söhne gibt es aus einer früheren Ehe. Der Ältere ist 17 und lebt bei seinem Vater, der Zwölfjährige bei Agugliaro. „Zum Glück ist mein Großer schon sehr selbstständig. Und ich bin sehr dankbar, dass mir meine Mutter hilft, wenn ich lange Zeit mit Gino ins Krankenhaus muss, wenn ich wichtige Termine habe oder einfach mal kurz durchatmen muss“, erzählt die 36-Jährige.

Neben der Sorge um Gino musste sich Agugliaro zudem verschulden, um sich seine Medikamente leisten zu können. Dreimal täglich müsse er inhalieren mit einem Medikament, das erst ab dem sechsten Lebensjahr von der Kasse übernommen wird. Auch seine Lunge ist betroffen von der Mukoviszidose. „Das Ganze setzt natürlich nicht nur mir zu, sondern auch Gino. Er ist zwar tapfer, hat aber Neurodermitis entwickelt, was vermutlich von dem ganzen Stress kommt“, erklärt die Alleinerziehende. „Mittlerweile habe ich Schulden in Höhe von 14 000 Euro, auch weil ich oft lange auf das Krankengeld warten musste“, beklagt sie. So wurde ihr sogar schon einmal der Strom abgestellt.

Einen normalen Alltag gibt es nicht. Selbst wenn sich seine Lage verbessern sollte, würde es mindestens drei bis vier Jahre dauern, bis sich seine Verdauung normalisieren kann und die Ärzte seinen künstlichen Darmausgang entfernen können. „Ich wünsche mir nur, dass er nicht mehr künstlich ernährt werden muss und vielleicht auch irgendwann den künstlichen Darmausgang loswerden kann. Er bewegt sich doch so gerne und es bricht einem das Herz, dass er so oft ins Krankenhaus muss.“

Dass sie sich verschulden musste, zehre an ihren Nerven. Im Oktober vergangenen Jahres wusste sie sich nicht mehr anders zu helfen und hat eine Spendenkampagne auf der Internet-Plattform „gofundme.com“ unter dem Namen „Unheilbares Kleinkind Homburg“ gestartet. „Wenn ich mir wenigstens keine Gedanken mehr über die Medikamentenkosten machen müsste, wäre das schon eine große Erleichterung für mich“, sagt sie.

Wer spenden will, kann dies unter: www.gofundme.com/f/hilfe-fur-gino tun oder direkt an folgende Bankverbindung: IBAN DE81 59 0501 0106 1092 5224, Verwendungszweck: GofoundMe Gino