Der Umwelt auf der Spur

Homburg/Blieskastel. Berlin, Dublin, Blieskastel, Homburg: Das sind die Lebens- und Berufsstationen von Maike Dieckmann. Sie ist 31 Jahre alt, stammt aus Berlin-Kreuzberg. Studierte Biologie mit Abschluss Diplom. In einem Jahr ist sie zudem Welterbe-Managerin. Dies studiert sie gegenwärtig am University College in der irischen Hauptstadt Dublin

Homburg/Blieskastel. Berlin, Dublin, Blieskastel, Homburg: Das sind die Lebens- und Berufsstationen von Maike Dieckmann. Sie ist 31 Jahre alt, stammt aus Berlin-Kreuzberg. Studierte Biologie mit Abschluss Diplom. In einem Jahr ist sie zudem Welterbe-Managerin. Dies studiert sie gegenwärtig am University College in der irischen Hauptstadt Dublin. Und dazwischen ist sie im Saarland, genauer in Blieskastel beim Biosphärenzweckverband. In Homburg sitzt mit der Commerzbank ihr Sponsor für eine ganz besondere Tätigkeit. Maike Dieckmann ist die erste Praktikantin für Umwelt im Unesco-Biosphärenreservat Bliesgau. Sie hat sich von Dublin aus um eine Praktikantenstelle bei der Commerzbank beworben. "Wir bieten mit der Initiative Praktikum für die Umwelt jedes Jahr rund 50 Praktikanten die Möglichkeit, den Uni-Alltag mit einem Praxissemester in einer Nationalen Naturlandschaft zu tauschen. Uns freut es sehr, dass wir in Homburg erstmals eine Praktikantin betreuen dürfen", sagt Filialleiterin Christiane Graff. Seit nunmehr 20 Jahren unterstützten die Praktikanten die Großschutzgebiete aktiv mehrere Monate im Jahr durch ihre Arbeit in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und "Bildung für nachhaltige Entwicklung" und können dadurch ihre Berufschancen verbessern. Der Zweckverbands-Geschäftsführer, Walter Kemkes, sagte zu unserer Zeitung: "EUROPARC Deutschland, als bundesweite Dachorganisation der Nationalen Naturlandschaften, koordiniert und betreut die Praktikanten in den Nationalparken, Biosphärenreservaten und Naturparken." Maike Dieckmann wurde unter hunderten Bewerbern weltweit ausgewählt. "Ich gewinne einen umfassenden Einblick in die Arbeit im Biosphärenreservat. Sie ist spannend und facettenreich". Natürlich sei sie an vielen Orten in der Landschaft zwischen Homburg und Utweiler unterwegs. "Mir gefallen die Streuobstweisen ganz besonders; auch die Alleen zwischen im Raum St. Ingbert und Kirkel hätten ihren Reiz. Ganz besonders hat es ihr aber der Nebel angetan: "Dieses Atmosphäre am Morgen im Tal ist faszinierend schön."

Auf einen BlickDer Biosphärenzweckverband Bliesgau hat seinen Sitz in Blieskastel in der Zweibrücker Straße 5; Walter Kemkes ist der Geschäftsführer. Das Reservat erhielt im Frühjahr die offizielle Anerkennung von der Unesco: der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Der Verband ist erreichbar unter Telefon (06842) 96009-0; Fax: (06842) 9600-29 oder E-Mail: info@biosphaere-bliesgau.eu jkn