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Der Corona-Herbst und offene Fenster: Siegeszug für den Zwiebellook

Offene Fenster, ungemütliches Wetter : Corona-Herbst und Zwiebel-Look

Der Sommer hat sich verabschiedet – endlos ist er auch im Coronajahr nicht. Jetzt also Regen, Wind, deutlich kühlere Temperaturen. So gräbt man „gut für die Natur“ murmelnd nach warmer Jacke und Regenschirm.

Es gibt Menschen, die sich darüber freuen – zum Beispiel diejenigen, die unter Dachschrägen und in schlecht isolierten Zimmern arbeiten und lernen. Andere schauen den warmen Tagen mit Wehmut hinterher – 2020 vielleicht sorgenvoller als sonst. Denn frische Luft tut dem Menschen, aber eben offenbar nicht der Virusverbreitung gut. Deswegen hat man so viele offene Fenster und Türen wie nie gesehen. Jetzt ist lüften nicht nur mit Frischluft, sondern auch mit einem sehr kühlem Lüftchen verbunden. Es dürfte die Stunde der Funktionskleidung schlagen: Fleecepulli, warme Unterzieher oder eben Zwiebel-Look, Schicht für Schicht, Hassliebe statt wahrer Liebe: eher unschick, aber praktisch. Bewährt haben sich Softshell-, Hardshell-, Thermo-Jacken und co. auch für den Laufwinter. Das Joggen erlebte in Coronazeiten ja neben dem Radfahren einen Aufschwung.

Da gab es in dieser Woche eine sehr positive Rekordzahl zu melden: Der Spendenlauf gegen Krebs „Cross against Cancer“ war nämlich auch in seiner virtuellen Variante ein Riesenerfolg. Mehr als 120 000 Kilometer wurden dafür in zwölf Wochen erlaufen. Das Geld, das dadurch zusammengekommen ist, geht an die saarländische Krebsgesellschaft, hilft also kranken Menschen. Der Verein „Miteinander gegen Krebs“ war vom Ergebnis selbst überwältigt. Und da man auch für einen virtuellen Lauf nicht mit einem Computermännchen über den Bildschirm rennt, sondern sich tatsächlich selbst in Bewegung setzt, hat man nicht nur anderen, sondern auch sich selbst etwas Gutes getan. Der Lauf selbst ist zwar beendet, das Laufen kann natürlich dennoch weitergehen. Es gibt ja Funktionskleidung.