Arbeiterwohlfahrt Saarpfalz Das Solidaritätscafé in Homburg öffnet noch einmal im März

Homburg Landesweit gibt es Solidaritäts- und Wintercafés der Arbeiterwohlfahrt (Awo), in denen Bedürftige eine kostenlose Mahlzeit, Wärme und Geselligkeit finden. In Homburg in der Eisenbahnstraße 21 gibt es dazu eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Verein Saarkult und dem Awo-Kreisverband in Homburg.

 Die Awo und der Verein Saarkult tragen gemeinsam das Solidaritätscafé in Homburg. Einmal im Monat kann man mittwochs an einem kostenlosen Mittagessen teilnehmen.

Die Awo und der Verein Saarkult tragen gemeinsam das Solidaritätscafé in Homburg. Einmal im Monat kann man mittwochs an einem kostenlosen Mittagessen teilnehmen.

Foto: BeckerBredel

Saarkult, ein vor zehn Jahren mit türkischen Wurzeln gegründeter und heute multikultureller und gemeinnütziger Verein, stellt die Räumlichkeiten und übernimmt das Kochen. Die Awo übernimmt organisatorische Aufgaben, stellte Kontakt zum Kostenträger, in diesem Fall die deutsche Fernsehlotterie, her und wird sich auch weiterhin in einem gemeinsamen Angebot engagieren. Das kündigte die Awo-Kreisvorsitzende Sevim Kaya-Karadag bei einem Besuch vor Ort an. Am ersten Mittwoch im Februar wurde das zunächst vorletzte Solidaritätscafé ausgerichtet, am ersten Mittwoch im März wird es letztmals durch Lotteriegelder finanziert. „Wir sind aber sicher und einig, dass wir in irgendeiner Form weitermachen und es ein neues Angebot geben wird“, sagte Kaya-Karadag, die sich mit der Saarkult Vorsitzenden Nermin Kürtün traf.

„Unser Angebot bei Saarkult ist so niederschwellig, man muss nur die Tür öffnen und hereinkommen. Jeder ist willkommen, man muss keinen Ausweis zeigen oder eine Bedürftigkeit nachweisen. Man kann mit uns essen und reden. Man ist einfach da“, erklärte Kürtün die Vorzüge des Solidaritätscafés, das sehr gut angenommen werde. Viele Besucher kämen von den Sprachkursen und würden die Mittagspause im Saarkult verbringen. „Begegnungen zu schaffen, ist unser Vereinszweck“, erklärt Kürtün. Das fördere die Integration und sei ein wichtiger Teil, um in der Gesellschaft anzukommen. „Genau das macht diese Einrichtung so wichtig“, ergänzt Kaya-Karadag. Die Saarkult-Frauen würden eine „enorme Integrationsleistung“ erbringen und Jugendliche genauso erreichen wie Ältere. Man schaffe das durch Kochkurse, Gruppenreisen, gemeinsames Fastenbrechen, ein Jugendforum oder eben das Solidaritätscafé. „Für uns ist die Kooperation mit der Awo wichtig, weil wir mit diesem Partner an der Seite besser wahrgenommen werden“, sagt Kürtün.

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