Das Saarpfalz-Gymmnasium Homburg hat sich bei einem Infotag vorgestellt

Saarpfalz-Gymnasium Homburg : Informatik ist Alleinstellungsmerkmal

Das Saarpfalz-Gymnasium stellte sich jetzt bei einem Tag der offenen Tür vor. Dabei konnte man sich umfassend informieren über die verschiedenen Zweige und auch das besondere Informatikangebot.

Viele Eltern von Grundschülern der vierten Klassen bereiten sich in diesen Tagen nicht nur aufs Weihnachtsfest vor, sondern suchen auch die Antwort auf die Frage „Welche weiterführende Schule ist für mein Kind die richtige?“ Gemeinschaftsschule? Gymnasium? Und wenn die Frage nach der Schulform dann mal geklärt ist, muss dann ja auch noch entschieden werden, welche Schule es konkret werden soll.

Eine wichtige Etappe auf diesem Entscheidungsweg sind die unterschiedlichen Info-Tage, die die Gemeinschaftsschulen und die Gymnasien derzeit anbieten. Am Samstag, 7. Dezember, öffnete hier das Homburger Saarpfalz-Gymnasium seine Türen. In allen Gebäuden und auf allen Stockwerken präsentierte die Schule ihr umfangreiches Angebot, sei es klassisch-schulisch oder außerschulisch, vom Regelunterricht über Arbeitsgemeinschaften und Projekte bis hin zur freiwilligen Ganztagsschule. Mitten drin: Schulleiter Jürgen Mathieu. Im Gespräch mit unserer Zeitung gab er Einblicke in das, was seine Schule für ihn ausmache. Dabei stand die Frage gleich vornweg, was in diesen Tagen für eine Schule wichtig sei: Ein möglichst breites Spektrum oder eine Spezialisierung? „Beides“, war sich Mathieu da am Samstag sicher. „Eine Schule, die die allgemeine Hochschulreife anbietet, muss breit aufgestellt sein. Aber wir wollen natürlich auch Begabungen und Talente fördern. Und aus diesem Grund benötigt man etwas, was in die Tiefe geht. Und das bieten wir mit unseren unterschiedlichen Zweigen.“ Hier zähle, neben einer naturwissenschaftlichen Ausrichtung und einer sprachlichen mit Spanisch als weiterer Fremdsprache vor allem auch Informatik hinzu. Dieser Schwerpunkt sei ein Alleinstellungsmerkmal des Saarpfalz-Gymnasiums.

Doch wer sollte sich für eine schulische Laufbahn am Saarpfalz-Gymnasium entscheiden, für wen ist das Abitur in acht Jahren genau richtig, auch vor dem Hintergrund, dass die Empfehlung der Grundschulen nicht bindend ist? Mathieu: „Wir beraten immer individuell, der Elternwille aber entscheidet. Wenn nun das Zeugnis und das Urteil der Grundschule zu eindeutig ist, dann versuchen wir, den Eltern nahezulegen, die Gemeinschaftsschule vorzuziehen.“ Diese biete ja nach der Klassenstufe 10 wieder alle Möglichkeiten, auch den Weg hin zum Abitur. Bei Grenzfällen empfehle man durchaus auch mal den Einstieg ins Gymnasium, „es kann ja durchaus sein, dass das Kind eine Durststrecke hatte und jetzt am Gymnasium durchstartet.“ Es gelte aber immer, den Einzelfall zu betrachten und dementsprechend zu beraten.

Wer dann am Saarpfalz-Gymnasium seine neue Heimat finde, der profitiere von einem „super Schulklima. Das liegt an unserem pädagogischen Konzept und der guten Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule. Wir haben eine engagierte, junge Lehrerschaft. Und wir haben unsere unterschiedlichen Zweige, die unsere Schüler gut für ihr späteres Leben vorbereiten.“ Neben dem eigentlichen Lehrplan biete man, so Mathieu, darüber hinaus auch viel. Von Sport bis Literatur sei man gut aufgestellt, man habe eine moderne freiwillige Ganztagsschule, biete internationalen Schüleraustausch und vieles mehr – zu diesem „mehr“ zähle auch das Angebot des Juniorstudiums. „Hier können die Schülerinnen und Schüler schon ein Fundament legen für ihr späteres Studium an der Fachhochschule oder an der Universität“.

Ein deutlicher Fokus am Saarpfalz-Gymnasium liegt schon heute und mit Blick in die Zukunft auf dem Bereich Informatik. „Die Digitalisierung aller Bereiche zwingt uns dazu, dem Fach Informatik eine größere Bedeutung zu geben. Wir wollen im kommenden Jahr mit einer großen Veranstaltung unter dem Titel ‚100 Minuten Informatik für alle‘, zu der wir auch den saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans eingeladen haben, einen Beitrag zur Änderung der Stundentafel des Gymnasiums leisten. Damit Informatik ein reguläres Fach wird am Gymnasium.“ So sei es seine Überzeugung, dass jeder Schüler, der die Schule verlasse, Grundkenntnisse haben müsse, wie diese „Glitzerwelt entsteht, die uns ja in einem hohen Maße lenkt und beeinflusst“. Zum mündigen Bürger gehöre heute, so Mathieu, dass er die Zusammenhänge in der digitalen Welt kenne und erkenne, „das ist uns sehr wichtig“.