Das richtige Gepäck fürs Leben

Beeden. Es war ein großer Tag für viele junge Menschen. Gestern wurde in zahlreichen Gemeinden Konfirmation gefeiert, auch in der protestantischen Kirche in Beeden. In feierlichem Rahmen wurden hier vier Mädchen und fünf Jungen konfirmiert und damit in vollem Umfang Mitglieder ihrer Kirchengemeinde

Beeden. Es war ein großer Tag für viele junge Menschen. Gestern wurde in zahlreichen Gemeinden Konfirmation gefeiert, auch in der protestantischen Kirche in Beeden. In feierlichem Rahmen wurden hier vier Mädchen und fünf Jungen konfirmiert und damit in vollem Umfang Mitglieder ihrer Kirchengemeinde. Pfarrer Winfried Anslinger und die Mitglieder des Presbyteriums hatten die Konfirmandinnen und Konfirmanden am Gemeindesaal abgeholt und in das Gotteshaus geleitet. Dort wurden im Verlauf des Gottesdienstes die jungen Leute eingesegnet und anschließend zum ersten Mal auch zum Abendmahl eingeladen. Sie gestalteten den Gottesdienst gemeinsam mit dem Beeder Chörchen "Taktlos" und gaben ihm damit eine besondere Note. Zusammen hatten der Chor und die jungen Leute die Lieder "Good News" und "Amani Utupe" vorbereitet, die positive Stimmung an diesem wichtigen Tag in die Kirche trugen. Pfarrer Winfried Anslinger verglich das Leben der jungen Leute mit dem Beginn eines bedeutsamen Weges. Was jeder Mensch auf diesem Weg mitnehme, sei mit dem Inhalt eines Rucksacks vergleichbar. Wie gut er gepackt sei und was er an Wichtigem enthalte, sei entscheidend dafür, wie erfolgreich der Weg bewältigt werden könne und ob er zum erstrebten Ziel führe. Bildung solle der symbolische Rucksack enthalten, aber auch Leistungs- und Lernbereitschaft sowie die Fähigkeit, die individuellen Kenntnisse richtig einzusetzen. Nicht minder wichtig sei es, das Wichtige zu erkennen und die Zeit, wann es zu tun sei. Alles das könne aber nur wirklich gelingen, wenn Höflichkeit, Umgangsformen und Fairness mit im Gepäck seien. Der Tag der Konfirmation sei ein wichtiges Datum im Leben der jungen Leute, denn er markiere den Beginn der Zeit, in der junge Leute ihr eigenständiges Leben in Angriff zu nehmen beginnen. Die bisher behütenden und helfenden Eltern würden von jetzt an in wachsendem Maß zu Beratern. "In vier Jahren seid ihr erwachsen und müsst die Verantwortung für Euer Leben allein tragen." "Haben wir euch alles Wichtige mitgegeben?": Das sei eine Frage, die sich Eltern jetzt stellten. Am Wichtigsten sei es, dass die junge Generation erkenne, dass nicht Worte, sondern Taten das seien, woran man sie messen werde. Das Jesuswort, dass man die Menschen an ihren Früchten erkennen werde, sei dabei als immer noch aktuelle Wertung für jeden einzelnen Menschen zu sehen. Da werde auch sichtbar, dass in dem eingangs erwähnten persönlichen "Rucksack" auch die Religion einen Platz haben sollte.

Auf einen BlickIn Erbach, Beeden, Bruchhof, Schwarzenacker und Einöd wurden gestern junge Leute konfirmiert. Die Konfirmation gilt als Bestätigung der Taufe. Sie markiert den vollwertigen Eintritt der jungen Leute ins Gemeindeleben. Von der Konfirmation an dürfen sie am Abendmahl teilnehmen und Taufpaten werden. Möglich ist die Wahl in Ehrenämter, ab dem 18. Lebensjahr ist auch das passive Wahlrecht zur Mitwirkung in kirchlichen Gremien erreicht. smi

Mehr von Saarbrücker Zeitung