Entenfüttern: Das Füttern von Enten bleibt verboten

Entenfüttern : Das Füttern von Enten bleibt verboten

Durch Essensreste werden Ratten im Bereich der Weiher und rund um die Gustavsburg angelockt.

Derzeit gibt es in Jägersburg ein Problem mit Ratten. Betroffen ist der Bereich rund um die Gustavsburg und auch am Brückweiher, teilt die Ortspolizeibehörde mit. Leider würden an beiden Weihern vermehrt Enten gefüttert, so die Behörde weiter. Dieses Füttern sei zum einen nicht gut für die Enten, zum anderen verstärke die Fütterung das Problem mit den unerwünschten Nagetieren. Seit Jahren ruft die Stadt in unregelmäßigen Abständen dazu auf, die Entenfütterung zu unterlassen. Jedoch mit bescheidenem Erfolg. Fußgänger — auch Gäste von außerhalb —  halten sich nicht an das Verbot.

Daher ruft die Stadtverwaltung Homburg Freizeit- und Erholungssuchende in Jägersburg und auch in anderen Grünanlagen dazu auf, darauf zu verzichten, Enten und Schwäne zu füttern, da dies in der Regel eine Gefahr für diese Tiere und auch für die Wasserqualität bedeute. Um dieser Bitte Nachdruck zu verleihen, werden vor Ort auch Infoblätter verteilt, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt weiter. Aus diesen Zetteln geht hervor, dass Enten frei lebende Wildtiere sind. Füttert man diese mit Brot, setzt in der Regel eine verhängnisvolle Wirkung ein: Das Brot düngt als Kot das Wasser. Als Folge vermehren sich die Algen. Nach ihrer Blüte sterben diese ab, und die  anschließend Sauerstoff zehrenden Prozesse bedrohen das biologische Gleichgewicht des Gewässers, es kann zu dessen „Umkippen“ kommen. Sinkt Brot unverzehrt auf den Grund, wird zum Beispiel bei der Zersetzung von 1,5 Kilogramm Brot der Sauerstoff aus 100 Kubikmetern Wasser verbraucht. In Wasserzonen mit wenig Sauerstoff können sich die gefährlichen Botulismus-Bakterien entwickeln und ein starkes Nervengift ausscheiden. Gründelnde Enten sterben dann durch dieses aufgenommene Gift an Muskellähmung.

„Das gut gemeinte Füttern schlägt  leider allzu oft ins Gegenteil um“, heißt es in dem Ratgeber der Stadt.

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