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Benefizkonzert: Darth Vader zu Gast beim Benefizkonzert

Benefizkonzert : Darth Vader zu Gast beim Benefizkonzert

Das Bosch-Orchester gab am Saarpfalz-Gymnasium in Homburg ein Konzert zugunsten von „Kinder in Not“.

Zwei Nutznießer gab es am Samstagabend beim Benefiz-Konzert des Bosch-Orchesters im Saarpfalz-Gymnasium auf jeden Fall: Ein Teil der Spenden ging an die Aktion „Kinder in Not“, ein anderer wurde für die teure Restaurierung des Flügels der Schule verwendet. Aber Nutznießer waren auch die etwa 250 Zuhörer, denen ein abwechslungsreiches Programm serviert wurde. Das 43 Musiker starke Orchester spielte nämlich mit Gästen wie dem Jugendchor Rusty Teenspoons oder der Sängerin Lisa Görlinger. Und es hatte die Truppe von Imperial Order verpflichten können: Während das Orchester die Filmmusik „Star Wars the Marches“ spielte, kamen Darth Vader, Jango Fett, einige Jedi-Ritter, ein Stormtrooper und weitere Figuren der Serie vor die Bühne. Wie gut, dass direkt darauf die Pause folgte, da konnten sich nämlich die Star Wars-Fans, darunter viele Kinder, mit den Kinofiguren fotografieren lassen.

Dirk Russy aus Homburg war als Darth Vader unterwegs. „Die Kostüme haben wir, man höre und staune, hier aus dem Saarland, von Guidon Messika aus Niederwürzbach. Der hat das Patent, die originalgetreu nachzubauen. Allein der Helm ist 1000 Euro wert“, erzählte er.

Eine weitere Abwechslung boten Tanja Stegentritt und Peter Hecker, beide Lehrer am Saarpfalz. Sie wollten auch ihren Beitrag zum Konzert leisten und vor allem den besagten Flügel erklingen lassen. Musiklehrer Hecker erwies sich dabei zum einen als toller Boogie Woogie-Pianist; zum anderen auch als prima Duo-Partner von Tanja Stegentritt bei den Balladen „Up Where We Belong“ und „All of Me“. Lisa Görlinger kam zunächst mit den Jazz-Standards „The Girl from Ipanema“ und „Fly Me to the Moon“ auf die Bühne, ehe sie gegen Ende sehr überzeugend den Musical-Song „Ich gehör nur mir“ interpretierte. Die junge Sängerin arbeitet häufiger mit dem Bosch-Orchester zusammen - ihr Vater ist nämlich dort Mitglied.

Schön auch, wie der Jugendchor Rusty Teenspoons aus Bruchhof ins Programm eingebunden wurde. Mit dem Orchester zusammen sangen die zehn Mädchen und drei Jungs „Oh Happy Day“, ehe sie sich mehreren von Peter Hecker begleiteten Popsongs zuwendeten. Besonders die Version von Adeles „Skyfall“ konnte überzeugen. Dabei fiel David Schwarz schon als sicherer Cajon-Spieler positiv auf, ehe er als Solosänger bei „You Raise Me Up“ noch einen draufsetzte.

„Ich fand das Konzert wunderbar. Ich war ganz überrascht über das große Orchester, dass das so viele sind! Die haben sehr schön gespielt, auch der Chor war sehr ansprechend“, sagte hinterher Hans Städtler aus Jägersburg. Werner Huesgen war extra aus Soren im Hunrück angereist, denn: „Mein Sohn spielt da mit.“ Ihm gefielen vor allen Dingen die Solisten sehr gut. Orchestersprecherin Doris Wiehn freute sich darüber, dass auch vier Auszubildende im Orchester mitwirkten. „Wir haben das große Glück, dass wir von unserer Werkleitung unterstützt werden - ohne das wäre es praktisch nicht möglich. Meines Wissens sind wir auch das letzte Werksorchester im Saarland“, sagte Wiehn.

Zustande kam das Konzert übrigens, weil Lehrerin Simone Lukas auf die Orchestersprecherin zugekommen war. „Im Mai waren wir in Ilmenau, Homburgs Partnerstadt im Osten Deutschlands, das organisiert Simone Lukas ehrenamtlich. Da durften wir mitfahren, das war wunderbar. Da hat sie uns gefragt, ob wir nicht mal auch hier spielen könnten.“