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Ausstellung: Damaszener Professor stellt in Jägersburg aus

Ausstellung : Damaszener Professor stellt in Jägersburg aus

Die Flucht führte Abdul Razzak Al Samman in den Saarpfalz-Kreis. Er zeigt in der Gustavsburg Arbeiten in Ölpastell und Acryl.

Vor wenigen Wochen schenkte der Künstler Abdul Razzak Al Samman als Zeichen der Dankbarkeit für die Aufnahme und Unterstützung geflüchteter Menschen aus Syrien dem Saarpfalz-Kreis eines seiner Bilder. Nun bietet der Heimat-, Kultur- und Verkehrsverein Jägersburg unter der Schirmherrschaft von Landrat Theophil Gallo dem syrischen Künstler die Möglichkeit, während der Strandfesttage im Saal der Gustavsburg einem größeren Publikum Einblicke in sein Kunstschaffen zu geben.

Abdul Razzak Al Samman war Professor an der Fakultät der Schönen Künste im Fachbereich Malerei der Universität Damaskus. Wie viele seiner Landsleute suchte auch er Schutz vor dem Krieg in seiner Heimat. Die Flucht führte ihn schließlich nach Homburg. Der renommierte Künstler studierte in Damaskus und in Paris an der École Supérieure Nationale des Beaux Arts. Nach seinem Studienabschluss wurde er an die Universität in Damaskus berufen. Neben zahlreichen internationalen wissenschaftlichen Aufträgen in Damaskus und Paris führte er viele theoretische und praktische Studien durch.

Al Samman wurde bereits mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen geehrt, zum Beispiel 1985 anlässlich der internationalen Ausstellung in Neapel, wo er den Pokal der Stadt Strasbourg und den Ehrenpreis der Europäischen Union erhielt. Seine Werke waren bereits in vielen Ausstellungen zu sehen – auch im Innenministerium in Saarbrücken wurde eine Auswahl seiner Werke gezeigt. Die meisten Bilder, die Abdul Razzak Al Samman in der Gustavsburg ausstellen wird, sind in Öl-Pastell- beziehungsweise Acryltechnik gemalt.

Abdul Razzak Al Samman wird Einblicke in sein Kunstschaffen geben. Foto: Foto: Verein/Gustl Altherr

Die Vernissage ist am Freitag, 29. Juni, 19 Uhr. Die Ausstellung ist dann am Samstag, 30. Juni, von 15 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag, 1. Juli, nach dem Hubertusgottesdienst im Burghof bis 18 Uhr sowie am Montag, 15 bis 18 Uhr, geöffnet.