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Coronavirus im Saarland: Elf Corona-Fälle am Uniklinikum in Homburg

Covid-19 im Saarland : Aktuell elf Corona-Fälle an Uni-Klinik in Homburg

Das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg meldet aktuell elf Corona-Fälle. In der vergangenen Woche lag die Zahl noch mehr als doppelt so hoch. Keiner der infizierten Mitarbeiter habe sich bei der Arbeit angesteckt.

Bei zehn Patienten liegen bestätigte Corona-Infektionen vor. Dies geht aus einer Meldung des UKS von Mittwochabend hervor. Sieben Patienten mit bestätigter Corona-Infektion und schwerem Krankheitsverlauf müssen danach beatmet werden. Seit Beginn der Corona-Krise sind sieben Patienten mit bestätigter Infektion im UKS gestorben. Der erste Todesfall im Saarland war ein über 80 Jahre alter UKS-Patient. Er starb bereits am 20. März. Der Mann hatte schwere Vorerkrankungen. Ein nach seinem Tod durchgeführter Corona-Test erbrachte am 21. März ein positives Ergebnis.

Nur noch bei einem Beschäftigten liegt nach UKS-Angaben aktuell eine bestätigte Infektion vor. Fünfzehn Beschäftige, die sich bereits vor mehreren Wochen infiziert hatten, gelten mittlerweile als geheilt. Dazu gehört auch ein Kinderarzt des UKS, der der erste bestätigte Corona-Fall im Saarland war. Anfang März wurde bei ihm das neuartige Coronavirus nachgewiesen. Die Erkrankung verlief nach UKS-Angaben sehr milde.

Wie berichtet war der Rückgang bei der Zahl der infizierten UKS-Mitarbeiter besonders stark. In der Vorwoche wurden noch 14 Beschäftige angegeben. „Hier wurde die Zählweise geändert“, so das UKS. Die infizierten Beschäftigten seien zwischenzeitlich nach sehr strengen Kriterien beurteilt und erst nach zwei negativen Abstrichen als „geheilt“ klassifiziert worden. „Wir schließen uns nun beim medizinischen Personal der Zählweise an, die auch für die Bevölkerung angesetzt wird“, so das UKS. Wenn ein ursprünglich Covid-19-positiv getesteter Mitarbeiter symptomlos sei, gelte dieser nach 14 Tagen jetzt als geheilt. „Keiner der Infizierten hatte sich am UKS im Rahmen seiner Arbeit angesteckt. Alle haben sich außerhalb infiziert", heißt es in einer UKS-Mitteilung, die der SZ vorliegt. Es habe somit bisher keine Infektion eines Beschäftigten über eine Patientin oder einen Patienten gegeben.

Zum UKS in Homburg gehören 30 Kliniken und 20 Institute. Jährlich werden hier über 50 000 Patienten stationär und über 200 000 ambulant behandelt. Nach eigenen Angaben arbeiten über 600 Ärzte und rund 2000 Pflegekräfte beim UKS.