Copacabana in Jägersburg

Ein wenig kurz fanden die Zuschauer das Feuerwerk zum Abschluss des 77. Strandfestes in Jägersburg. Aber das war auch schon das einzige, was für ein wenig Enttäuschung sorgte. Schön war's, da waren sich alle einig.

Mit einem großen farbenprächtigen Höhenfeuerwerk ist die 77. Auflage des Jägersburger Strandfestes am späten Montagabend zu Ende gegangen (wir berichteten). Zahlreiche Besucher hatten sich zum Abschluss dieses Traditionsfestes am Schlossweiher eingefunden, um das herrliche Schauspiel bei angenehmen Temperaturen am klaren Sternenhimmel zu beobachten. Rund um den Weiher sowie oberhalb an der Mauer der Gustavsburg hatte sich eine erwartungsvolle Menschenmenge versammelt. Im Vorfeld hatten die Gruppen Good Times auf der Bühne am Weiherdamm sowie Elliot auf dem Festplatz für die Partystimmung gesorgt und die Zuschauer auf das große Finale des Strandfestes so richtig eingestimmt.

Pünktlich um 22.45 Uhr erklang aus der Weihermitte der erste Böllerschuss und kündigte das Feuerwerk an. Schnell wurden die Smartphones gezückt, die Kameras bereit gehalten, um das Lichterspiel über dem still ruhenden Weiher aufzunehmen. Und schon stiegen die Raketen und Böller - begleitet von klassischer Musik - in den unterschiedlichsten Farben in den Nachthimmel und sorgten bei den Besuchern für viele Ah's und Oh's. Nach einer Viertelstunde war das Spektakel schon wieder vorbei. "Im letzten Jahr war das Feuerwerk viel länger", meinte ein Zuschauer. Während die meisten Gäste, vor allem die mit kleinen Kindern, nach dem Feuerwerk den Heimweg antraten, nutzten andere noch die Gelegenheit, sich im Biergarten das ein oder andere kühle Getränk zu sich zu nehmen. Ortsvorsteher Jürgen Schäfer zeigte sich bereits am Sonntagnachmittag mit dem Verlauf des 77. Jägersburger Strandfestes durchaus zufrieden. Zwar hätten die tropischen Temperaturen und die in diesem Jahr fast unerträgliche Hitze vor allem in den Mittagsstunden den ein oder anderen Besucher gekostet. Doch in den späten Abendstunden habe das Fest jede Menge Leute an den Schlossweiher gelockt. Als Bereicherung habe sich der neue Biergarten in Holzoptik am Weiherdamm erwiesen, betonte Schäfer. "Sehr gut besucht war der ökumenische Gottesdienst im Hof der Gustavsburg."

Die Stadt Homburg und die Kulturgesellschaft als Veranstalter dieses Traditionsfestes hatten in Kooperation mit dem Jägersburger Ortsrat ein schönes Unterhaltungs- sowie ein hochkarätiges Musikprogramm zusammengestellt. Ein großer Vergnügungspark auf dem Festplatz mit vielen Fahrgeschäften rundete das Angebot ab. Für Strandfeeling sorgte die Gruppe Samba Total, die mit ihren Trommeln die brasilianische Copacabana nach Jägersburg verlagerte. Auch die Linedancer hatten ihren großen Auftritt und luden trotz der Hitze zum Mittanzen ein.