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Chorweisen aus mehreren Epochen in Erbach

Musik und Liebe : Chorweisen aus mehreren Epochen

Der überregionale Kammerchor Encore sang in der katholischen Kirche St. Andreas in Erbach beeindruckend von der Liebe.

Der überregionale Kammerchor Encore unter der künstlerischen Leitung von Matthias Rajczyk durfte sich über die Besucherzahl in der Kirche St. Andreas in Erbach bei seinem einstündigen Konzert unter dem Motto „Let my love be heard“ freuen. Gut 250 Musikfreunde aus dem gesamten SaarpfalzRaum waren gekommen.

 „Das ist schon eine tolle Anerkennung unserer musischen Arbeit“, sagte Gesamtleiter Matthias Rajczyk zur Resonanz. Aber nicht nur er und seine 44 Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Saarland und Rheinland-Pfalz standen am Konzertabend in St. Andreas im Blickpunkt der Besucher, sondern auch einem Team des Saarländischen Rundfunks. „Von mir wird gerade ein Porträt für eine SR-Sendung gefertigt“, erklärt Rajczyk, weshalb bereits eine halbe Stunde vor dem Konzertbeginn sein im Juli 2016 gegründete Chor schon im Altarraum stand und einige Kostproben seines musikalischen Könnens zum Besten gab.

 „Unser heutiges Programm in St. Andreas ist bereits das achte dieses jungen Chores“, so der musikalische Leiter. Nach erfolgreichen Projekten wie dem Brahms-Requiem oder dem A-Cappella-Prgramm „Zwischenwelten“ habe man Anfang des Jahres die erste CD produziert, die im September erscheinen wird. „Let my love be head“, oder wörtlich übersetzt „Lass meine Liebe im Kopf sein“, beschäftigt sich in seinen zwölf Teilen des Konzerte mit Liebe und Herz. Zum Auftakt wird sich im „As torrents in summer“ in der Natur umgeschaut. Der Sommerregen, der plötzlich trotz wolkenlosen Himmel schnell aufkommt, steht im Blickpunkt

 In „All meine Herzgedanken“ von Johannes Brahms will Gott alle die vereinen, die für einander sind. Um die Liebe geht es im Stück „I love my love“ von Gustav Holst. Erlebnisse eines Mädchens einer Londoner Irrenanstalt werden eindrucksvoll bis zum erfreulichen Finale mit der Vermählung ihres Geliebten dargestellt. Weiter ging es durch die Liebe und Herzensschmerz. Auch die ewige Natur mit Blumen und Bäume können Lachen und Tränen hervorbringen, wie in „Les fleurs et les arbres“ von Camille Saint-Saens verdeutlicht wurde. Mit der Natur ging es weiter im Konzert des Kammerchores. „Im Walde“ von Felix Bartholdy Mendelssohn handelt von Vögeln und Bäumen als grünes Dach, der Wiese Schmelz und den Kieselbach. Um die Nachtruhe, in der der man auch nach Gotteswillen ruhen soll, geht es im Nachtlied von Max Reger. Hier heißt es: „Lasst uns einschlafen mit guten Gedanken, fröhlich aufwachen und von dir nicht wanken. Lass uns mit Züchten unser Tun und Dichten zu deinem Preis richten!“ die Mädchen von Vranje, die im Kreis um den Dorfbrunnen tanzen, ging es weiter. Dann führte der Weg zurück zur Nacht. Diesmal stand „Good Night“ von Dan Forrest  im Mittelpunkt.  Der eigentliche Titelnamen des Konzertes „Let my love be heard“ stand dann im vorletzten Programmpunk an. Komponist Jake Runestad beschreibt Engel, die „zu Gottes Licht hinaufsteigen“. Auch wenn mein Kummer einmal mehr in den Himmel hinaufsteigt und singt: Meine Liebe soll erhört werden, wie sie in euren Flügel flüstern“, heißt es im Vortrag weiter. Im gelungenen Finale wurde dann noch Gustavs Malers „In bin der Welt abhanden gekommen“ vorgetragen.