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Cellostar Maisky spielt im Meisterreigen Vom Meisterkonzert bis zum Mundartkabarett

Cellostar Maisky spielt im Meisterreigen Vom Meisterkonzert bis zum Mundartkabarett

Homburg. Von Freunden der Homburger Kultur wird er jedes Jahr sehnlich erwartet, doch sie werden sich diesmal ein bisschen gewundert haben, als sie den Kulturkalender, der jetzt in einer Auflage von 5000 Stück erschienen ist, in den Händen hielten

Homburg. Von Freunden der Homburger Kultur wird er jedes Jahr sehnlich erwartet, doch sie werden sich diesmal ein bisschen gewundert haben, als sie den Kulturkalender, der jetzt in einer Auflage von 5000 Stück erschienen ist, in den Händen hielten. Der sah nämlich deutlich anders aus: neues DIN-A5-Hochformat, ein brauner geschwungener Strich auf dem Deckblatt, auf dem überdies ein Kontrabassist prangt, der mit der typischen Kultur-Fliege ausgestattet ist. Die zierte bislang ganz allein das Titelblatt des ausführlichen Programmhefts und galt als Wiedererkennungszeichen für Homburgs Kultur. "Nach 20 Jahren war es an der Zeit" für ein neues Outfit, erläutert Kulturamtsleiter Peter Emser, zugleich Geschäftsführer des Verkehrsvereins, der diese Broschüre herausgibt. Die Umgestaltung trifft nicht allein den Kulturkalender, denn das Erscheinungsbild von allen Broschüren, für die die Stadt verantwortlich zeichnet, sei verändert worden, wobei jeder Bereich "seine" Farbe erhielt, erklärt Emser - die Kultur: braun. Auch wenn es anders aussieht, im Heft selbst setzt man auf Bewährtes - und das bedeutet: Meisterkonzerte, Theatergastspiele, Kindertheater, Ausstellungen, Musiksommer sowie die Sommerreihe "Kultur im Museum" in der Gustavsburg und im Römermuseum. Auch die Kammermusiktage sind, obgleich bereits gelaufen, aufgeführt. "Der Vollständigkeit halber", erläutert Emser. Ganz im Sinne des neuen Erscheinungsbilds hat jede Rubrik ihre eigene Farbe samt Symbolbild bekommen. Unter dem braunen Bogen, der sich samt der berühmten Kulturfliege durchs ganze Heft schwingt, sind etliche Höhepunkte gepackt. So kommt nach Sol Gabetta im vergangenen Jahr erneut ein Weltstar am Cello nach Homburg: Mischa Maisky spielt am 20. Januar im Saalbau. Daneben setze man aber auch auf junge Künstler, sagt Emser. Die sorgten regelmäßig für Begeisterung, aber natürlich sei dies auch aus Kostengründen wichtig. Vilde Frang etwa, Geigen-Wunderfräulein aus Norwegen, wird wieder auf der Bühne stehen - auch deswegen, weil sie bei ihrem jüngsten Auftritt durch eine Handverletzung gehandicapt war und nun das eigentlich geplante Programm vortragen möchte, führte Emser aus. Aber auch ansonsten kann sich das Meisterprogramm sehen lassen - von Pianist Martin Stadtfeld über das Deutsche Saxophon Ensemble bis zum Gewandhaus-Quartett. Die Auswahl für die Theatergastspiele haben die Abonnenten, in guter Tradition, selbst getroffen. "Das ist eine schöne Palette, die alles abdeckt, was wir hier bieten wollen", betont Emser. Für Kinder wird es ebenfalls etwas geben: kurz vor Weihnachten und vor Ostern. Auf etwas ungewohntere Pfade wagen sich die Programm-Macher am 13. November mit einer Schlagzeug-Show. Bei allem Neuem weist Emser auf eine weitere Konstante hin: Die Preise - zwischen 18,50 und 21,50 Euro für Konzerte (ohne Aufschlag) und Theater - sind gleich geblieben. Homburg. In der Reihe der Meisterkonzerte spielen im Homburger Saalbau: Jonathan Biss (Klavier) am 30. September; Jenny Abel (Harfe) und Alices Giles (Violine) am 28. Oktober; das Deutsche Saxophon Ensemble am 11. November; Vilde Frang (Violine) und Milana Chernyavska (Klavier) am 25. November; Mischa Maisky (Violoncello) am 20. Januar; Martin Stadtfeld (Klavier) am 24. März; das Gewandhaus-Quartett am 14. April und Jutta Ernst (Klavier) am 12. Mai. Am 13. November kommt die Schlagzeug-Show "Power Percussion" nach Homburg. Als Theatergastspiele sind angekündigt "Das Leben des Galilei" von Bertolt Brecht am 16. September; "Der Vater" von August Strindberg am 7. Oktober; "Agatha Christies Hobby ist Mord" am 4. November; "Otto, der Großaktionär" am 9. Dezember; "Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing am 3. Februar; "Der Geizige" von Molière am 17. März; das Konzertschauspiel mit Live-Musik "Liebesträume" am 5. Mai und "Rauhnacht" am 26. Mai. Kindertheater: "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel" am 21. Dezember und "Aladin, eine Wunderlampe und 40 Räuber" am 12. April. Kultur im Museum: 1. Juli, Römermuseum in Schwarzenacker: "Wildes Holz" - rasante Blockflötenshow "Freiheit für die Blockflöte"; Donnerstag, 15. Juli, Gustavsburg in Jägersburg: Yannick Monot solo - "Chansons de voyages"; Donnerstag, 5. August, Römermuseum: Günther Hussong - Mundartkabarett: De Plattmacher; Donnerstag, 26. August, Gustavsburg: Cassard - nicht nur französischer Folk - "Traditionelle Musik von morgen"; Donnerstag, 2. September, Römermuseum: Anny Hartmann - Politkabarett: "Humor ist, wenn man trotzdem wählt". ustWeitere Infos und Karten gibt es beim Kulturamt unter Telefon (0 68 41) 10 11 66.

Cellostar Maisky spielt im Meisterreigen Vom Meisterkonzert bis zum Mundartkabarett

HintergrundIm Homburger Kulturkalender sind auch Veranstaltungen in Landstuhl und Zweibrücken vermerkt. Infos gibt es zudem zu weiteren Angeboten in Homburg, wie zum Beispiel der Musikschule oder den Schlossberghöhlen. In die Jahresübersicht wurden Volksfeste, Kerwen und Märkte aufgenommen. Das Heft ist kostenfrei erhältlich, liegt an vielen Stellen in der Stadt aus und kann auch beim Verkehrsverein beziehungsweise dem Kulturamt im Rathaus Am Forum angefordert werden, Tel. (0 68 41) 10 11 66. In einigen Tagen soll das Programmheft auch im Internet stehen: www.homburg.de. ust