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CDU Homburg will Hohenburgschule in den Fokus nehmen

Stadtrats-Antrag für Gebäude-Konzept : CDU will Hohenburgschule in den Fokus nehmen

Die CDU-Fraktion will in der Stadtratsitzung am 24. Oktober Bewegung in die Sanierung der Hohenburgschule bringen. Während das Projekt noch zu Jahresbeginn an Fahrt aufzunehmen schien, wurde es dann wieder ruhiger.

Bürgermeister Michael Forster (CDU) hatte beim Heringsessen der Stadt betont, dass man den zeitlichen Druck aus dem Projekt nehmen wolle. Der hatte darin bestanden, dass ähnlich wie bei der touristischen Aufwertung des Schlossbergs alle geplanten Arbeiten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, hier 31. Dezember 2022, hätten abgeschlossen und abgerechnet sein müssen. Forster wollte damals mit den Gremien über die zukünftige Nutzung diskutieren und danach entscheiden.

Und genau diese Diskussion strebt jetzt die CDU-Fraktion an, indem sie einen „Antrag auf Erstellung eines Gesamtkonzepts für die Nutzung städtischer Gebäude“ eingereicht hat. Sie will die Verwaltung beauftragen, die Planungen für die Umnutzung des Alten Rathauses am Marktplatz in ein soziokulturelles Begegnungszentrum einzustellen und vielmehr ein Gesamtkonzept für die künftige Nutzung der städtischen Gebäude in der Innenstadt zu erstellen. Derer gibt es laut CDU drei: außer besagtem alten Rathaus am Marktplatz noch das alte Rathaus in der Kaiserstraße 41 und eben die Hohenburgschule.

Wie der Arbeitskreis Gebäudemanagement bereits in der letzten Sitzungsperiode festgestellt habe, wäre die Sanierung des Gebäudes in der Kaiserstraße 41 am teuersten und böte nur begrenzten Raum für städtische Einrichtungen. Daher solle nun die Hohenburgschule in den Fokus rücken, dort auch das Archiv aus dem Gebäude Kaiserstraße 41 unterkommen, ebenso das Kreisarchiv, die VHS, das Begegnungszentrum für Senioren, ein etwaiger Quartiermanager,  Räume für kulturelle Vereine und eventuell ein kleines Stadtmuseum. „Die Hohenburgschule wäre von der Größe und der Lage her auch geeignet, neben den jetzt bereits dort vorhandenen Institutionen auch die für den Marktplatz geplanten soziokulturellen Einrichtungen aufzunehmen“, heißt es dazu in der Argumentation der CDU.

Das Alte Rathaus am Marktplatz habe indes die beste Lage der drei Gebäude und solle in der jetzigen, öffentlichkeitswirksamen Nutzung erhalten bleiben: mit dem großen Raum für Veranstaltungen im Erdgeschoss und der unmittelbarer Nähe zur Gastronomie auf dem Marktplatz. Die weiteren beiden Räume im ersten Stock würden als Lager- und Rückzugsraum für alle städtischen Veranstaltungen auf dem Marktplatz benötigt. Im ersten Stock und Dachgeschoss möchten die Christdemokraten  die Stadtbücherei als „wichtige kulturelle Anlaufstelle erhalten“.