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Wasser: Buntsandstein macht das Wasser gut

Wasser : Buntsandstein macht das Wasser gut

Mehr als 100 Liter Trinkwasser verbraucht ein Homburger durchschnittlich pro Tag. Doch auch wenn an besonders heißen Tagen noch mehr benötigt wird: Einen Versorgungsengpass gibt es dadurch nicht.

Die zweite große Hitzewelle des Sommers 2017 liegt hinter der Region. Und auch wenn die 30-Grad-Celsius-Marke seit gestern nicht mehr geknackt wird – die hohen Temperaturen stecken vielen Menschen immer noch in den Knochen. Was bei einem Sommer wie diesem immer hilft: Viel Trinken und –  einfach auch mal fürs gute Gefühl –  oft duschen. Doch nicht nur da ist Wasser in Hitzephasen ein unerlässliches Muss, für alle vom Landwirt bis zum Hobbygärtner gilt: Gießen, wann immer es möglich ist.

In Sachen Trinkwasser haben die Gemeinde- und Stadtwerke natürlich in langen Phasen von Hoch-Temperaturen echte „Konjunktur“, der Mehrverbrauch ist deutlich. Doch, um es vorneweg zu sagen: Auch wenn einem die heißen Tage der jüngeren Vergangenheit wie eine kleine Ewigkeit vorkamen, an den Rand der Leistungsgrenze bringt das wohl keinen der Versorger. Oder, um es mit den Worten der Stadtwerke Homburg zu sagen: „Trotz Hitze gibt es keinen Engpass in der Trinkwasserversorgung“, so deren Pressesprecher Jürgen Schirra auf Nachfrage unserer Zeitung gestern.

Tatsächlich sei der Wasserbedarf angesichts der hohen Temperaturen „bis auf 10 000 Kubikmeter am Tag“ angestiegen, dies bedeute ein Drittel mehr als einem normalen Tag. Aber, wie der für die beiden Wasserwerke, Hochbehälter und Brunnen der Stadtwerke zuständige Ingenieur Gerd Braun klarstellte, „die Kapazitätsgrenze liegt bei 14 000 Kubikmetern an Trinkwasser am Tag. Es gab also keinen Versorgungsengpass.“ So viel also zum „Hochbetrieb“.

Doch wie sieht es eigentlich in Sachen Verbrauch und Wassergewinnung im Normalbetrieb aus? Dazu Stadtwerke-Pressesprecher Jürgen Schirra grundsätzlich: „101 Liter Trinkwasser verbraucht ein Homburger durchschnittlich pro Tag.“ Die Wasserabgabe sei mit insgesamt 3,4 Millionen Kubikmeter im vergangenen Jahr leicht rückläufig. Dieses Wasser stamme „ausschließlich aus tiefen Grundwasservorkommen. Dank des Homburger Bunt­sandsteins als einem natürlichen Filter können wir auf eine hohe Qualität zurückgreifen“, so Schirra.

Und wie sieht es mit der Qualität aus? „Mehr als 60 Grenzwerte sind in der Trinkwasserversorgung einzuhalten. Durch regelmäßige Probeentnahmen werden diese Werte ständig überwacht.“ Damit sei, wie Gerd Braun ergänzte „das Trinkwasser eines der am besten überwachten Lebensmittel in unserer Stadt“. Die wichtigsten Wasserwerte veröffentlichen die Stadtwerke übrigens auch auf Ihrer Internetseite unter www.stadtwerke-homburg.de. Schirra: „Dort ist ein kurzer Film über die Trinkwasserversorgung in Homburg zu sehen. Wichtig für die Einstellungen an Waschmaschinen und Geschirrspülern ist, dass die Stadtwerke Homburg Trinkwasser im Härtebereich ,weich’ liefern, deshalb kann zum Beispiel nur die geringste empfohlene Menge an Waschmitteln verwendet werden.“

Um diese Qualität auch in den Phasen zu gewährleisten, wenn der Verbrauch wie in den zurückliegenden Hitzetagen deutlich ansteigt, haben die Homburger Stadtwerke in der jüngeren Vergangenheit einiges an Geld in ihre Infrastruktur gesteckt.

Jürgen Schirra: „Um die hohe Qualität der Trinkwasserversorgung auch in Zukunft zu gewährleisten, investieren die Stadtwerke Homburg seit vielen Jahren kontinuierlich in Anlagen und Netze. Im Wasserwerk in der Brunnenstraße wurde besonders umfangreich investiert.“ Dort seien 2016 zusätzlich Filterkammern saniert worden. Auch im Bereich Sanddorf sei man aktiv gewesen. „Dort haben die Stadtwerke Homburg die Anlage nach dem neusten Stand der Technik erweitert.“ Die Aufbereitungskapazität habe sich dadurch um 110 auf 850 Kubikmeter in der Stunde erhöht. Schirras Gesamtrechnung sieht dann am Ende folgendermaßen aus: „In neue Trinkwassernetze und -anlagen investierten die Stadtwerke Homburg im vergangenen Jahr insgesamt rund zwei Millionen Euro. Mit zusätzlichen 1,9 Millionen Euro an Aufwand wurden die bereits vorhandenen Netze und Anlagen saniert.“