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Bürgerinformationen in Homburg in Zeiten der Corona-Pandemie

Kostenpflichtiger Inhalt: Corona-Krise und die Behörden in Homburg, Bexbach, Kirkel : Von der E-Mail bis hin zur Video-Botschaft

Wie der Landrat und die Bürgermeister unserer Kommunen in Zeiten der Corona-Krise mit ihren Bürgern kommunizieren.

In Zeiten der Corona-Krise, die inzwischen bundesweit mit Ausgangsbeschränkungen und sonstigen Eingriffen ins tägliche Leben einhergeht, sind auch die Behörden des Saarpfalz-Kreises sowie die Verwaltungen der Kommunen Homburg, Bexbach und Kirkel nicht wie üblich erreichbar. Die Rathäuser, das Landratsamt und die angegliederten Einrichtungen sind inzwischen für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Verwaltungsarbeit läuft allerdings weiter, und die Bürger können ihre Anliegen zu einem großen Teil erledigen. Wie aber kommunizieren der Landrat und die Bürgermeister in Krisenzeiten mit ihren Bürgern? Wir haben nachgefragt.

Landrat Theophil Gallo (SPD) bedient „alle Kommunikationswege, die uns zur Verfügung stehen – mit Ausnahme von Facebook“. Alles, was wichtig sei, gehe direkt als Pressemitteilung an die Medien. Er selbst beantworte auch mal E-Mails selbst oder rufe zurück. Das Gleiche erledigten selbstverständlich die anderen Abteilungen. Auch auf der Webseite des Kreises hat sich Gallo mit einem Grußwort zur Corona-Krise an die Bürger gewendet, dies werde er in unregelmäßigen Abständen beibehalten. Auf www.saarpfalz-kreis.de erschienen alle aktuellen Infos. Laut Gallo würden auch die Mitarbeiter aller Einrichtungen des Kreises über das Wesentliche informiert, so zum Beispiel die des Kreiskrankenhauses in St. Ingbert. Diese seien dann angehalten, die Infos an die Patienten weiterzureichen. Er werde bei allem darauf achten, dass nur für die Öffentlichkeit wichtige Dinge kommuniziert werden, „eine Reizüberflutung wollen wir nicht“, so der Landrat.

Homburgs kommissarischer Verwaltungschef, Bürgermeister Michael Forster (CDU), veröffentlicht gemeinsam mit seinem Mitarbeitern alle wichtigen Informationen aus dem Rathaus zum Beispiel auf der Homepage der Stadt unter www.homburg.de oder aber auf der Homburg-App, die kostenlos auf die Smartphones runtergeladen werden kann. Zudem versuchen die Mitarbeiter, auf Anfragen und Wünsche von Bürgern so schnell es geht via Telefon beziehungsweise E-Mail einzugehen. Für all diese Infos nutzt die Stadt auch die Tageszeitung als Veröffentlichungsorgan. Inzwischen bedient sich die Stadt Homburg auch der sozialen Netzwerke unter facebook/Stadt Homburg/Wirtschaftsförderung. Forster: „Und letztlich werde ich bis auf Weiteres einmal pro Woche eine Videobotschaft an die Bürger schicken.“ Diese ist über die städtische Internetseite abrufbar.

Auch Bexbachs Bürgermeister Christian Prech (CDU) setzt bei der Kommunikation auf die Printmedien, auf Instagram und Facebook sowie die Internetseite der Stadt, www.bexbach.de. „Natürlich rufen auch viele Bürger an, schreiben E-Mails oder melden sich über meinen Facebook-Account.“ Die Bürger sollen, so Prech, so viele Infos wie möglich erhalten. „So haben wir zum Beispiel einen Flyer mit allen Telefonnummern und Verhaltensregeln entworfen, der unter anderem in unserem Bekanntmachungsblatt  ‚Höcherberg-Nachrichten’ erschienen ist.“ Videos seien noch nicht geplant, könne er sich aber in Zukunft gut vorstellen.

In Kirkel macht sich bemerkbar, dass die Gemeinde mit ihren Ortsteilen Limbach, Kirkel-Neuhäusel und Altstadt und rund 10 300 Einwohnern eine eher kleinere Einheit darstellt. Viele Infos geben Bürgermeister Frank John (SPD) und seine Angestellten fragenden Bürgern auch mal im Supermarkt oder auf der Straße, wenn sie angesprochen werden. „Ich kommuniziere viel mit Leuten, die ich kenne, was man darf und was nicht“, sagt John. Der kurze, direkte Draht besteht also. Dazu riefen viele Bürger im Rathaus an, wenn ihnen etwas unklar sei. Auf Anfragen antworte man auch per Mail.

Ansonsten, so John, nutze man vor allem die Gemeinde-Homepage www.kirkel.eu und das wöchentliche Kirkeler Mitteilungsblatt. Die sozialen Medien, vor allem Facebook, könne man aus Datenschutzgründen schwerlich nutzen. „Was wir tun, ist ausreichend und kommt sehr gut an“. So hätten sich die Bürger etwa an die so verkündete Spielplatzsperrung gehalten. Und etwa die wenigen betroffenen Gaststättenbewerber hielten sich an die Allgemeinverfügungen.