Brücken bauen in die Berufswelt

Homburg. Der Sprung von der Schulbank hin in die berufliche Karriere gestaltet sich für so manchen Jugendlichen zunehmend als nicht einfach

Homburg. Der Sprung von der Schulbank hin in die berufliche Karriere gestaltet sich für so manchen Jugendlichen zunehmend als nicht einfach. Um Schülern aber für den Wechsel in die Erwerbswelt das nötige Rüstzeug mitzugeben, veranstaltete die Erweiterte Realschule (ERS) Robert Bosch in Homburg gestern zum zweiten Mal nach 2007 einen Aktionstag unter dem Motto "Der Weg in die Ausbildung". Für Schuleiter Volker Ruppert ist das Engagement der Schule ein wichtiger Baustein zur Förderung und Forderung der Schüler. "Wir versuchen, den Mädchen und Jungen zum einen einen Überblick über möglichst viele Berufsbilder zu geben. Zum anderen sollen unsere Schüler von den Ausbildern und Lehrlingen der teilnehmenden Betriebe aus erster Hand erfahren, was neben fachlicher Qualifikation für den beruflichen Erfolg wichtig ist. Ich meine damit Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und einiges mehr, also die so genannten Sekundärtugenden, die so ein bisschen ins Hintertreffen geraten sind."In insgesamt neun Workshops hatten Schüler der Klassenstufe neun aus den Haupt- und Realschulzweigen der ERS die Möglichkeit, Lehrlingen und Ausbildern zahlreicher Betriebe und Einrichtungen, darunter Bosch, die VR Bank, die Karlsberg Brauerei und die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken, die eine oder andere wichtige Information zum richtigen Berufsstart zu entlocken. Und natürlich bot sich auch die Gelegenheit, sich eingehend über Berufe wie Industrie- oder Bankkaufmann, Industriemechaniker und Mechatroniker, aber auch über Tätigkeiten in der Verwaltung zu informieren. Für die Unternehmen gestaltete sich der gestrigen Aktionstag an der Robert-Bosch-Schule dabei durchaus als inhaltlich zweigeteilt. "Zum einen ist es uns wichtig, den Schülern hier klar zumachen, dass es entscheidend ist, sich rechtzeitig Gedanken über die Berufswahl zu machen. Zum anderen nutzen wir aber auch die Gelegenheit, uns bei potenziellen Bewerbern interessant zu machen", fasste Fred Fey, Ausbildungskoordinator für die technisch-gewerbliche Ausbildung bei Bosch, die Intentionen des Unternehmensengagements zusammen. "Speziell wollen wir das gerade für die Mädchen machen, um diese dazu zu bringen, sich technische Berufe zumindest einmal anzuschauen." Der gestrige Aktionstag an der Robert Bosch Schule ist einer der Bausteine, die die Einrichtung ihren Schülern für den richtigen Brückenbau ins Berufsleben geben will. Volker Ruppert: "Wir stellen zunehmend in den Abschlussklassen fest, dass die jungen Leute sich wenig Gedanken über den Beruf machen, aus Bequemlichkeit auf weiterführende Schulen gehen und dort zum Teil scheitern. Wir wollen den Schülern mit dem heutigen Aktionstag deswegen auch die Alternative in Form eines Wegs in die Ausbildung aufzeigen."