Brillensammelaktion : Schüler sammeln Brillen für einen guten Zweck

An der Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn in Erbach wurden fleißig Brillen von Leuten gesammelt, die sie nicht mehr brauchten, deren Brillen zu Hause herumlagen und überflüssig geworden waren. Ende Januar wurden nun über 500 Brillen und Etuis an Kathrin Corpataux von der Ottweiler Druckerei und Michael Roos vom Rotary Club St. Wendel übergeben.

Thomas Bär, Lehrer an besagter Homburger Gemeinschaftsschule, führte das Projekt „Brillen ohne Grenzen“ bei seinen Lerngruppen in Klasse 9 ein. Ohne großen Aufwand, so sein ursprünglicher Gedanke, könne sich jeder an der Aktion beteiligen, heißt es in der Pressemitteilung der Schule.

Im Unterricht wurden Brillensammelboxen hergestellt, und die Schüler der neunten Klasse beschäftigten sich intensiv mit dem Thema. So erfuhren sie, dass es in vielen Gebieten der Welt nicht selbstverständlich ist, zum Augenarzt gehen zu können und anschließend eine passende und dazu noch schicke und moderne Sehhilfe zu erhalten.

Die Brillensammelboxen wurden dann im Schulsekretariat der Sandrennbahn, im Sekretariat des Jugenddorfes Homburg und in der Geschäftsstelle der AOK in Homburg aufgestellt. Jeder interessierte Kunde bekam ein kleines, von Schülern gestaltetes, Flugblatt mit, auf dem geschrieben stand, was mit der Aktion bezweckt werden sollte. An allen drei Standorten gaben viele Bürger ihre ausrangierten Brillen ab.

Das Projekt ist nicht gänzlich neu, seit Jahren sammeln die Firma Möbel Müller in Dillingen und der Rotary Club St. Wendel mit Unterstützung vieler Optiker im Saarland gebrauchte Brillen, die über den Hilfsverein LSF (Lunettes sans frontière) im Elsass an Hilfsbedürftige in 56 Ländern versendet werden. Die Brillen werden dort von ehrenamtlichen Mitarbeitern geprüft, gesäubert und dann weiterversendet. Die Ottweiler Druckerei hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zu leisten, dass sich auch möglichst viele Schulen im Saarland an diesem Projekt beteiligen können. „Wir unterstützen das Projekt jetzt seit rund fünf Jahren“, berichtet Kathrin Corpataux.

Brillengestelle sind in vielen armen Ländern Luxusobjekte. Deshalb hilft es viel, wenn man seine alten Gestelle an eine Sammelstelle bringt, die die Gestelle an Bedürftige weiterleitet. Foto: dpa/Sven Hoppe

Sollten jemand zu Hause noch ausrangierte Brillen liegen haben, dann können diese gerne entweder im Sekretariat der Erbacher Schule in der Cranachstraße 7 oder im Foyer der AOK in Homburg abgeben werden. Dieses Projekt, so informiert die Schule, habe kein Ende: „Wir sammeln weiter, damit Menschen, die es nicht so gut haben wie wir, mehr Lebensqualität bekommen“, heißt es in der Mitteilung der Schule weiter.