Bravo-Rufe zum großen Finale

Homburg. Ein beeindruckendes Konzertereignis erlebten die Zuhörer am Sonntag im gut gefüllten Homburger Kulturzentrum Saalbau. Mit diesem Abschlusskonzert zeigten die 60 Musikerinnen und Musiker aus elf Musikvereinen des Musikkreises Saarpfalz, was sie bei einem Orchesterseminar mit zwei Wochenend-Seminaren sowie einer Wochenprobe unter dem Titel "Aufwind 2013" erarbeitet hatten

Homburg. Ein beeindruckendes Konzertereignis erlebten die Zuhörer am Sonntag im gut gefüllten Homburger Kulturzentrum Saalbau. Mit diesem Abschlusskonzert zeigten die 60 Musikerinnen und Musiker aus elf Musikvereinen des Musikkreises Saarpfalz, was sie bei einem Orchesterseminar mit zwei Wochenend-Seminaren sowie einer Wochenprobe unter dem Titel "Aufwind 2013" erarbeitet hatten. Das abwechslungsreiche Repertoire reichte von Film- über Programmmusik bis hin zum traditionellen Marsch. Die musikalische Gesamtleitung lag in den Händen von Jürgen Nisius, seit vier Jahren Dirigent des Musikkreises Saarpfalz im Bund Saarländischer Musikvereine (BSM).

Mit diesem seit vier Jahren durchgeführten Orchesterseminar biete der Musikkreis Saarpfalz im Bund Saarländischer Musikvereine (BSM) interessierten Musikern die Möglichkeit, einmal in einem großen Orchester zu spielen, betonte Nisius. Es sei für sie nicht nur ein Erlebnis, sondern auch eine Herausforderung, die sie im eigenen Verein nicht erleben könnten. Unterstützt wurde der Kreisdirigent bei den Satzproben im CJD Schwarzenbach von fünf weiteren Dozenten, die beim Abschlusskonzert im Saalbau jeweils ein Stück dirigierten. Eröffnet wurde das Konzert mit der "Generations Fanfare". Der musikalische Parforceritt durch die belgische Sage "The Vengeance" (Die Rache) mit viel Fortissimo, rhythmischer, schneller, lauter und teilweise schon brutaler Musik führte zu ersten Bravo-Rufen beim Publikum. Faszinierend auch "Appalachian Ouverture", ein Standardwerk eines modernen Blasorchesters, das mit seinem lyrischen Trompetensolo im Mittelteil die Weite Mittelamerikas spüren ließ. Mit den "Highlights from Hook" aus Steven Spielbergs Film "Hook" entführte das Orchester unter der Leitung von Jürgen Nisius als "Käpt'n Hook" das Publikum in die Welt der Piraten. "Ich platze vor Stolz, eine solche Spielfreude zu spüren", sprach der BSM-Kreisvorsitzende Detlev Rekittke von einem "absoluten Höhepunkt" des Orchesterseminares. Sein Dank ging an Kreisdirigent Nisius sowie die Dirigenten Frank Hahnhaußen, Harald Theisen, Reiner Thörner und Horst Gönitzer, welche innerhalb kürzester Zeit die sieben Musikstücke in den Räumen des Jugenddorfes in Schwarzenbach einstudiert hatten. Eine solche Formation von Musikern aus verschiedenen Vereinen sei eine Herausforderung für einen Dirigenten. Er dankte auch der Pfarrkapelle Kirrberg und ihrer Vorsitzenden Heike Stärkle, die sich als "Patenverein" des Abschlusskonzertes stark engagiert hatten. Er habe noch nie eine so "vorbildliche Förderung und ein solches Umfeld erlebt wie in Homburg", stellte Rekittke fest - und das "in einer Zeit, in der es für die Kultur immer enger wird". Das rhythmische Klatschen des Publikums beantwortete das Orchester mit der Zugabe "Allgäu Land". "Ich platze vor Stolz, eine solche Spielfreude zu spüren."

Detlev Rekittke

Auf einen Blick

Veranstaltet wurde das Orchesterseminar mit abschließendem Konzert vom Musikkreis Saarpfalz im Bund Saarländischer Musikvereine (BSM) in Kooperation mit dem Verband der Musikvereine und -gruppen in der Kreisstadt Homburg. Die Gesamtleitung lag in den Händen vom BSM-Kreisdirigent Jürgen Nisius. Unterstützt wurde er von den Dirigenten Frank Hahnhaußen (Musikverein Ballweiler), Harald Theisen (MV Limbach), Reiner Thörner (Pfarrkapelle Kirrberg), Daniel Peters (MV Mimbach) und Horst Gönitzer (MV Hochscheid-Reichenbrunn). Dem Musikkreis Saarpfalz gehören derzeit 24 Musikvereine an. re