Bosch-Orchester Homburg spielte für guten Zweck

Konzert im Jugenddorf Homburg : Weiterer Auftritt für einen guten Zweck

Das Bosch-Orchester Homburg spielte erneut im Jugenddorf in Schwarzenbach und begeisterte die Zuhörer.

Das Bosch-Orchester Homburg ist weiterhin für die gute Sache aktiv und begeisterte auch am Samstag im Rahmen eines Benefizkonzertes in der Aula des Jugenddorfes Schwarzenbach die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Dieses Mal wurde die Stiftung „Homburger Meilensteine“ unterstützt.

Die Stiftungsgründer Klaudia Ackermann und Peter Schäfer engagieren sich bereits seit vielen Jahren im Bereich des Gemeinwohls in der Jugendarbeit, bei Ortsvereinen und in Sachen Umweltschutz. „Das erste Mal war Bosch bei einem Adventskonzert hier gewesen. Ich bin super dankbar dafür. Wir haben die Stiftung für Kinder und Jugendliche in Notsituationen gegründet, aber auch, um für gesellschaftliche Ereignisse zu sorgen“, erklärte Schäfer. Mit dem Geld des Bosch-Orchesters wird nun ein schwer erkranktes Kind unterstützt.  Bosch-Orchestersprecherin Doris Wiehn freute sich am Samstagabend ebenfalls über „Teil zwei der guten Zusammenarbeit“. Bei der letzten Aktion für Meilensteine wurde Geld für alleinerziehende Mütter gesammelt. „Wir unterstützen solche Projekte sehr gerne. Was gibt es Schöneres, als mit Musik zu helfen? Wir Musiker stellen uns ehrenamtlich zur Verfügung“, sagte Wiehn. Es gäbe aber noch einen Profi als Dirigenten – dabei handelt es sich um Volker Kaufmann.

„Es kommen noch weitere Kosten hinzu. Wir haben einen Probenraum und Equipment wie beispielsweise eine kleine Beschallungsanlage. Wir Bosch-Mitarbeiter sind nur für den sozialen Zweck unterwegs. Die neue Werkleitung wird die Unterstützung fortführen. Es geht also in den nächsten Jahren weiter“, betonte die Orchestersprecherin. Die Werkleitung finanziere das Drumherum. Das ist auch der Grund dafür, dass die erzielten Spenden zu 100 Prozent weitergereicht werden können. Das Orchester gibt es seit 2007. „Wir lassen die Menschen ja immer kostenlos hinein. Am Ende des Konzertes wird um Geldspenden gebeten. Es wird stets gerne etwas gegeben, wobei jede Summe wichtig ist“, sagte Wiehn. Sie habe selbst drei Kinder und wisse daher genau, dass selbst bei einem kleineren Eintrittspreis eine Familie „teuer wegkommt“. Deswegen geht das Bosch-Orchester andere Wege: Der Eintritt bleibt frei – und jeder gibt das, wozu er in der Lage ist.

So oder so ist ein schöner Ohrenschmaus garantiert. Auch in Schwarzenbach kamen die Besucher voll auf ihre Kosten. Das Repertoire des Bosch-Orchesters war breit gefächert. „Wir sind ein demokratisches Orchester. Die Musiker wählen daher mit aus“, berichtete die Orchestersprecherin. Auch Kaufmann setzte selbst Glanzlichter und unterstrich seine Ausnahmestellung im Bereich Profi-Saxofonist. Hinzu kam die wunderschöne Stimme von Lisa Görlinger, beispielsweise beim Evergreen „Für mich soll`s rote Rosen regnen“.

Bosch-Ingenieur Stefan Hammernick unterstrich bei einem Klarinetten-Solo sein großes Feingefühl. Auch die weiteren Stücke kamen sehr gut bei den Besuchern an, wie der lang anhaltende Applaus bewies. Da die Frauen im Orchester in der Unterzahl sind, wurde bereits innerhalb des Werkes per Flyer ein Aufruf gestartet, sich einmal eine Probe anzuhören oder  gleich mitzumachen. „Im Flyer steht, dass Musik auch entspannend wirkt. Nicht nur Sport ist für die Gesundheit gut, sondern auch die Musik. Wir freuen uns über jede Mitarbeiterin und natürlich jeden Mitarbeiter, unsere lustige Truppe zu unterstützen. Der Funke springt in der Regel auch direkt über.“ Auch der Altersdurchschnitt sei bunt gemischt und gehe von den Azubis bis hin zu Rentnern, die früher ebenfalls für Bosch gearbeitet hatten.

Geprobt wird donnerstags von 15.30 bis 17.30 Uhr in der Cafeteria der Sandrennbahn-Schule, wo auch die Musikinstrumente des Bosch-Orchesters gelagert werden. Bis auf die Mittagsschichtler kann dann jeder mitmachen. Momentan gibt es 43 Orchestermitglieder, die auch noch in örtlichen Musikvereinen aktiv sind.

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