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Blockflöten swingen und rockenLeichtfüßige Reise durch Frankreich

Blockflöten swingen und rockenLeichtfüßige Reise durch Frankreich

Schwarzenacker. "Freiheit für Blockflöte" lautete der ungewöhnliche Titel eines Konzertes, das im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kultur im Museum" im Römermuseum in Schwarzenacker stattfand. Mit dem Auftritt des Trios "Wildes Holz" erlebte die Reihe einen ersten großen Höhepunkt

Schwarzenacker. "Freiheit für Blockflöte" lautete der ungewöhnliche Titel eines Konzertes, das im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kultur im Museum" im Römermuseum in Schwarzenacker stattfand. Mit dem Auftritt des Trios "Wildes Holz" erlebte die Reihe einen ersten großen Höhepunkt. Denn was das Trio, bestehend aus Tobias Reisige (Blockflöte), Anto Karaula (Gitarre) und Markus Conrads (Kontrabass), dem begeisterten Publikum mit einem Programm voller Elan darbot, war vom Feinsten. Die drei Musiker überzeugten durch Klarheit und eine gehörige Portion Spielfreude sowie durch bestechende Präzision des Zusammenspiels. Wer die rasante Blockflötenshow von Wildes Holz bei diesem Auftritt unter freiem Himmel im Hof des Römermuseums erlebte, der musste alle Vorurteile dieses unterschätzten Instrumentes ablegen. Die Band aus Recklinghausen spielte ihr Repertoire mit viel Charme und Humor, war rhythmisch auf Zack, rockte und jazzte und verstand es, ihren Spaß an der Musik auch auf das Publikum zu übertragen. Mit verschiedenen Flöten, welche von der Sopranblockflöte bis hin zur Contrabassblockflöte reichten, präsentierte sich Tobias Reisige als wahrer Virtuose seines Faches. Vor den staunenden Zuhörern entlockte er den Flöten eine ungeahnte Vielfalt an Klängen und Ausdrucksmöglichkeiten. Er verstand es, dem eher barocken Musikinstrument neue Töne zu entlocken und ließ die Blockflöten swingen und rocken. In ungewöhnlicher Besetzung überraschte das Trio Wildes Holz mit originellen Arrangements. Anto Karaula überzeugte an der Gitarre mit einer großen Dynamik. Bassist Markus Conrads glänzte durch häufige, schnelle Wechsel auf dem Griffbrett des Contrabasses. Jeder der drei Musiker beherrschte sein Instrument meisterhaft. Das Repertoire der Gruppe umfasste ein überraschend weites Spektrum an Genres: Jazz und Latin Music hatten ebenso ihren Platz wie Folk, Blues, Jazz, Reggae und moderne Popsongs. Vom ersten Titel an, welcher aus dem Film "Stars Wars" stammte, war die Spielfreude des Trios zu spüren und machte Lust auf mehr. Auch vor Cover-Versionen bekannter Klassiker, beispielsweise "Walk on the wild side" von Lou Reed, einer der bekanntesten Songs der Neuzeit, machte die Gruppe nicht halt. Für musikalische Höhepunkte sorgten auch die zahlreichen eigenen Kompositionen, wie der Summer-Reggae, der Beitrag "Holzhammer" (Conrads: "Nicht schön, aber laut"). Selbstverständlich hatte die "klassische Boygroup" auch einen Song von Cindy Lauper für Mädchen dabei. "Wir wissen, was Mädchen wollen", schmunzelte Tobias Reisige. Mal rau und wild, mal lyrisch und einfühlsam waren die Stücke, in denen sich die Originalität der drei Musiker voll entfaltete. Das Publikum war begeistert. Ein mehr als gelungener Abend im Hof des Römermuseums.Jägersburg. Wie wär's denn mal mit einer Reise nach Frankreich und andere Länder, in denen man französisch spricht? Wer nicht selbst ins Nachbarland fahren kann, kann eine musikalische Fahrt unternehmen. In der Reihe "Kultur im Museum" gibt's nämlich einen weiteren Akt - am Donnerstag, 15. Juli, 20 Uhr, in der Gustavsburg in Jägersburg, Höcher Straße 5. Das Programm bestreitet Yannick Monot. Unter dem Motto "Chansons de voyages" präsentiert er Renaissance-Musik über Chansons bis hin zum Zyeco oder Blues an Gitarre, Akkordeon oder Blues Harp. Schon ganz zu Anfang ist die Richtung angesagt und es wird klar: Es ist eine spannende Reise! Zuerst kurz umschauen, was Frankreich an bekannten Liedern hat, vielleicht dazu Anekdoten, wie sie entstanden sind, und schon sind die Zuhörer unterwegs: Mal fröhlich, mal sentimental aber immer leichtfüßig geht die Reise durch das Land und über seine Grenzen hinaus. redSpielen wird Yannick Monot in der Jägersburger Gustavsburg. Informationen und Karten zum Preis von zehn Euro für Erwachsene, acht Euro für Schüler und Studenten sowie 20 Euro für Familien mit Kindern bis 16 Jahren gibt es beim Amt für Kultur und Tourismus der Stadt Homburg, Am Forum 5, 66424 Homburg, Tel. (0 68 41) 101 166, E-Mail: touristik@homburg.de und an der Abendkasse.

Yannik Monot spielt Lieder aus Frankreich am Donnerstag, 15. Juli, in der Gustavsburg in Jägersburg. Foto: SZ/Veranstalter

Auf einen BlickUnd so geht es dann bei Kultur im Museum weiter: Donnerstag, 5. August, Römermuseum, Schwarzenacker: Günther Hussong - Mundartkabarett: De Plattmacher; Donnerstag, 26. August, Gustavsburg, Jägersburg: Cassard - nicht nur französischer Folk - "Traditionelle Musik von morgen"; Donnerstag, 2. September, im Römermuseum: Anny Hartmann - Politkabarett: "Humor ist, wenn man trotzdem wählt". red