Blick in die berufliche Zukunft

Homburg. Trotz Wirtschaftskrise und einem bedrohlichen Szenario auf dem ersten Arbeitsmarkt scheint sich der Motor in Sachen Ausbildung weiter zu drehen, ohne Drehzahlverlust. Diesen Eindruck konnte man zumindest beim Informationstag des Ausbildungszentrums Homburg (AZH) am Samstag gewinnen

Homburg. Trotz Wirtschaftskrise und einem bedrohlichen Szenario auf dem ersten Arbeitsmarkt scheint sich der Motor in Sachen Ausbildung weiter zu drehen, ohne Drehzahlverlust. Diesen Eindruck konnte man zumindest beim Informationstag des Ausbildungszentrums Homburg (AZH) am Samstag gewinnen. Zahlreiche interessierte Besucher hatten die Chance ergriffen und machten sich ein Bild vom Leistungsvermögen des Verbundausbildungspezialisten. Norbert Seiler, Geschäftsführer des AZH, zeigte sich dementsprechend zufrieden mit dem Zuspruch. "Die absoluten Besucherzahlen interessieren uns dabei eigentlich nur mit Blick auf die Veranstaltungslogistik. Wichtig ist für uns die Qualität des Interesses, das an uns herangetragen wird. Es ist wichtig, dass die richtigen Leute kommen." Eine Besonderheit des vergangenen Samstags: Zahlreiche Umschüler von Ina-Schaeffler, ein Aspekt des dort geschlossenen Beschäftigungspaktes, machten sich vor Ort ein Bild von dem, was sie in den kommenden 28 Monaten erwarten wird. "Wir sind mit dieser Umschulung in den Bereichen Zerspanungmechaniker und Industriemechaniker beauftragt. Gestern gab es zu diesem Thema eine Informationsveranstaltung bei Ina-Schaeffler, dort waren wir natürlich präsent. Dieser Termin war nicht ohne Grund gewählt, die Mitarbeiter sollten ermuntert werden, heute hierher zu kommen." Und das taten sie auch. "Das hat dazu geführt, dass wir heute stärker als jemals zuvor in Gespräche rund um das Thema Ausbildung mit diesen Umschülern vertieft waren." Doch auch die eher klassische Klientel des Ausbildungszentrums Homburg verschaffte sich am Wochenende einen Überblick über die unterschiedlichen Ausbildungsberufe, die beim AZH vermittelt werden. So auch Philipp Schwartz aus Kirkel. "Ich wollte mich hier einfach ein bisschen umschauen, und ich muss sagen, das ist wirklich interessant." Für Philipp wäre nach Abschluss der mittleren Reife im kommenden Jahr der Beruf eines Industriemechanikers eine gute Wahl, über die Möglichkeiten auf dem Ausbildungsmarkt hatte sich der junge Mann auch schon vorher während eines Praktikums bei Terex Demag einen ersten Eindruck verschafft. "Das hat mir sehr gut gefallen." Am vergangenen Samstag war es vor allem alles rund ums Thema Metallbearbeitung, das Philipp vordringlich interessierte. Die große Resonanz auf den Informationstag ist für AZH-Geschäftsführer Norbert Seiler ein Indiz dafür, dass trotz der wirtschaftlichen Schieflage in zahlreichen Unternehmen, der Wunsch nach Ausbildung ungebrochen ist. "Die Firmen bilden jetzt ihren Nachwuchs für die Zeit nach der Krise aus."