Blick auf die Kunst bei Hofe

Homburg. Anlässlich der Feiern zum 600-jährigen Bestehen des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken hat sich auch die Stadt Homburg mit zahlreichen Veranstaltungen am Programm beteiligt

Homburg. Anlässlich der Feiern zum 600-jährigen Bestehen des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken hat sich auch die Stadt Homburg mit zahlreichen Veranstaltungen am Programm beteiligt. Die ständige Ausstellung in der Galerie des Edelhauses in Schwarzenacker, die mit Leihgaben aus den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen bestückt ist, wurde um zahlreiche Bilder aus anderen Museen und Privatbesitz bereichert, teilt die Stadtverwaltung mit. Nun gibt es am kommenden Dienstag, 2. November, eine gute Gelegenheit für einen besonderen Blick auf die Werke . Um 19 Uhr führt der Kunsthistoriker und Dozent Jürgen Ecker durch die Ausstellung der "Pfalz-Zweibrücker Malergruppe" in der Galerie im Edelhaus im Römermuseum Schwarzenacker. Maler, die zur Gruppe direkt oder ihrem Umfeld gehören, werden derzeit ebenfalls ausgestellt und erweitern den Blick auf das künstlerische Schaffen, das unter den Herzögen Christian IV. und Karl II. August am Zweibrücker Hof geleistet wurde. Dazu zählt unter anderem auch der aus Jägersburg stammende Künstler Ludwig Neureuther, der seine große Werke und Leistungen in München am Hof des späteren Königs Maximilian schuf. Herausragend als Begründer der "Malschule" bleiben die Leistungen von Konrad Mannlich, der als Porträtmaler sozusagen deutschlandweites Renommée genoss. Aber auch die Leistung von Johann Christian Mannlich, der die Gemäldesammlung vom Karlsberg rettete und nach München schaffte, muss hoch angesetzt werden. Lieferten diese Bilder doch den Grundstock für die großartige Sammlung der "Alten Pinakothek", hieß es weiter. Der Kunsthistoriker Jürgen Ecker, der den Katalogbeitrag zur Malergruppe geschrieben hat, ist ein ausgewiesener Kenner der Pfalz-Zweibrücker Malergruppe. Zwischenzeitlich wurde von ihm die besondere Bedeutung der Malergruppe in ihrer Zeit auch wissenschaftlich in den Vordergrund gestellt. Bei seiner Führung wird er die damalige Weltsicht, die philosophischen und naturwissenschaftlichen neuen Denkarten der Aufklärung und ihrer Vertreter in die Betrachtung der Bilder einbinden. redDer Eintritt zu der Veranstaltung beträgt acht Euro. Er beinhaltet den Erwerb der Museums-Kombikarte für alle Ausstellungen auch in Zweibrücken (Stadtmuseum, Mannlich-Haus und Bibliotheca Bipontina). Ein Besuch der Ausstellungen ist noch bis zum Sonntag, 14. November, möglich.