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Billard-Zweitligist Altstadt hat sich von Sindelfingen nicht absetzen können

Billard : Sieg und Niederlage im Aufstiegskampf

Zwei Siege waren der Wunsch. Einer ist Realität. Billard-Zweitligist Joker Altstadt hat sich von Sindelfingen nicht absetzen können.

Der PBC Joker Altstadt und der BC Sindelfingen haben sich am vergangenen Wochenende in der 2. Poolbillard-Bundesliga Süd zwei packende Duelle geliefert. In beiden Partien ging es darum, wer seine Chancen zum Aufstieg ins deutsche Oberhaus wahren kann. Im letzten Spiel der Vorrunde bezwang der aktuelle Tabellenzweite aus Altstadt am Samstag zu Hause den bis dahin punktgleichen Spitzenreiter mit 5:3 und übernahm dadurch vorübergehend den Platz an der Sonne. Allerdings nahmen die Sindelfinger bereits einen Tag später zum Rückrundenauftakt ebenfalls mit 5:3 vor eigenem Publikum gegen die Saarländer erfolgreich Revanche.

Am Samstag stand es zur Pause 3:1 für die Altstadter. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten Andreas Daniel, Marco Dorenburg und Sebastian Ludwig punkten. Sebastian Staab traf gleich zwei Mal auf den extrem starken Ronald Regli und musste sich sowohl im 14.1 als auch im Acht-Ball beugen. Den Gesamtsieg machten Ludwig und Dorenburg perfekt. „Insgesamt war unser Erfolg auf jeden Fall verdient. Ich hatte mit Ronald Regli zwei gute Duelle, aber er hatte jeweils etwas das Momentum auf seiner Seite“, berichtete Nationalspieler Staab.

Nach diesem wichtigen Gesamtsieg übernachtete die gesamte Altstadter Mannschaft nach einem gemütlichen Essen geschlossen bei Staab. Am nächsten Morgen machte man sich dann auf den Weg nach Sindelfingen auf. Das Ziel lautete, mindestens einen Punkt nach Hause mitzubringen. Insgeheim hoffte man natürlich sogar auf einen Sieg, der die Chancen im Kampf um den Aufstieg enorm verbessert hätte. Auf jeden Fall ging man im Vorfeld erneut von einer äußerst knappen Angelegenheit aus.

Nach den ersten vier Spielen stand es 2:2. Dieses Mal konnte Staab im Acht-Ball-Spitzenspiel Regli in Schach halten. Der zweite Punkt ging auf das Konto von Ludwig. „In der Rückrunde haben sie uns dann allerdings förmlich überrannt und sich in einen Rausch gespielt. Von daher ging Sindelfingens 5:3-Sieg am Ende auch so in Ordnung“, gab Staab zu. Er selbst konnte noch im Zehn-Ball gegen Klaus Zobrekis punkten, allerdings gingen seine Mannschaftskemaraden allesamt leer aus.

An der Tabellenspitze geht es weiterhin extrem eng zu. Nach acht Spielen haben Sindelfingen und Altstadt jeweils 19 Zähler und spüren nun den Atem des auf Rang drei platzierten BV Mörfelden-Walldorf (18 Punkte) im Nacken. Der BV feierte am letzten Wochenende zwei wichtige Siege und darf nun ebenfalls wieder auf den Erstliga-Aufstieg hoffen. „Es ist alles brutal eng zusammen. Wir werden weiterhin alles dafür geben, um am Saisonende den direkten Wiederaufstieg feiern zu können“, versprach Staab.

Der nächste Spieltag findet am Samstag und Sonntag, 16./17. Februar, statt. Dann bestreiten die Altstadter ihre beiden letzten Heimpartien der laufenden Runde. Samstags ist um 14 Uhr der Tabellenfünfte PBC Bad Saulgau zu Gast, ehe man einen Tag später um 11 Uhr den auf Rang sieben platzierten BSV Dachau II empfängt. Dann sind laut Staab „zwei Heimsiege Pflicht, um oben dranbleiben zu können“.