Homburg : Zwei Bienenvölker an der Schule

Schülerinnen und Schüler des Saarpfalz-Gymnasiums in Homburg erfahren viel darüber, wie wichtig die Bienen für den Menschen sind.

Am Homburger Saarpfalz-Gymnasium gibt es nun Bienen. „Wir haben jetzt seit diesem Schuljahr zwei Bienenvölker. Die Arbeitsgemeinschaft Naturdetektive oder Bienen-AG betreut sie ab sofort“, erklärte Lehrerin Jasmin Schneider. Der AG gehört Sophie Rohe aus der sechsten Klasse an.

„Heute wird unsere Anlage offiziell eingeweiht. Die Bienenkönigin haben wir mit einem grünen Punkt gekennzeichnet, damit wir sie erkennen können. Wir haben in der AG bereits Regeln gelernt, wie man sich bei ihnen verhalten soll“, meinte Rohe in der vergangenen Woche. Ganz wichtig sei auch gewesen nachzuschauen, ob die Bienen der aus der gleichnamigen Zeichentrickserie Biene Maja ähneln. „Es gibt aber überhaupt keine Ähnlichkeit. Die Biene Maja hat solche Haare wie wir und ist vermenschlicht. Und natürlich warten wir auf den ersten Honig. Er ist wohl im Frühling zu erwarten“, ergänzte die Schülerin.

Auch vom Imkerverein Homburg waren zwei Vertreter vor Ort und bedankten sich für die künftige Zusammenarbeit. Die Schule ist nun auch offiziell ein Vereinsmitglied. „Wir wurden von der Schulleitung darüber informiert, dass sich eine Imker-AG gegründet hat. Und wir sind heute mit dabei, um eventuell offene Fragen zu beantworten. Das diesjährige Bienenjahr ist bereits rum, die Bienen bereiten sich schon für das nächste Jahr vor“, erklärte Simone Farnholz vom Imkerverein Homburg. Sie hatte Wolfgang Maske vom Verein-Lehrbienenstand mitgebracht. „Es ist extrem wichtig, das Bienenwissen auch in der Schule zu verbreiten. Früher war das Imker-Einstiegsalter so ab 50, mittlerweile ist es bereits bei 15,16. Wir haben momentan um die 80 Mitglieder. Mittlerweile kommen auch viele Jugendliche, sodass das Durchschnittsalter nach unten gedrückt wird“, berichtete Maske von einem Anstieg an Bienenfreunden. Auch der Zuwachs an weiblichen Mitgliedern sei erfreulich.

Schulleiter Jürgen Mathieu ging noch einmal auf die Anfänge der Bienenhaltung am Saarpfalz-Gymnasium ein. Im vergangenen Jahr sei die Lehrerin und Imkerin Susanne Conrad auf ihn mit der Idee zugekommen, Bienen hier anzusiedeln. „Nachdem keine Gründe dagegen sprachen, sondern vieles dafür sprach, war ich direkt Feuer und Flamme für dieses Projekt. Frau Conrad bringt das Know-how und Frau Schneider die Schülerinnen und Schüler mit, die das Projekt mittragen“, berichtete Mathieu. Conrad besorgte zu Hause Ableger und gab den Bienen im Gartenbereich des Saarpfalz-Gymnasiums eine neue Heimat. In der vergangenen Woche hatte auch der Nachwuchs in Sachen Bienenzucht die richtige Imkerbekleidung an und freut sich nun auf den ersten „Allee-Honig 2020“.

Auch Landrat Theophil Gallo lobte das Engagement der Schüler sowie sämtlicher Beteiligten und wies darauf hin, dass es hochinteressant sei, mehr über die Herkunft des Honigs zu erfahren. „Ihr habt nun die einmalige Chance, etwas selbst zu produzieren“, sagte der Landrat. Auch ein Vertreter des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau schaute in Homburg vorbei. Gerhard Mörsch ist einer der beiden Geschäftsführer. „Dieses Projekt ist für uns sehr wichtig, deswegen unterstützen wir auch dieses Naturerlebnis der Kinder sehr gerne. Wir propagieren ja auch die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das heißt, dass die Menschen auch immer in ihrem Verhalten erkennen, was Sie tun können für die Region“, meinte der Geschäftsführer. Hier werde gelehrt, wo das Produkt herkommt. „Von daher ist es eine ganz tolle Sache, dass die Schule dies hier aufgenommen hat“, sagte Gerhard Mörsch.

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