Besuch des Kita-Grundstücks

Seit einigen Wochen laufen sie schon, die Bauarbeiten am Ersatzneubau des katholischen Kindergarten St. Michael. Der ist bislang in beengten Verhältnissen in der Schwesternhausstraße beheimatet und soll nun am Homburger Forum einen neuen Standort bekommen.

Mit rund 2,3 Millionen Euro sind die vom zuständigen Ministerium genehmigten Baukosten für den Kindergarten St. Michael veranschlagt, 40 Prozent davon trägt das Land, jeweils 30 der Saarpfalz-Kreis und die Stadt Homburg . Landrat Theophil Gallo betonte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Verwirklichung solcher Projekte.

Für Juni 2016 ist die Übergabe des Baus avisiert, "sofern wir im Januar das nötige Wetter für den Rohbau haben", wie Architektin Daniela Sachs-Rollmann gestern bei einem Ortstermin gemeinsam mit Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind , Landrat Theophil Gallo und Pfarrer Markus Hary erläuterte.

Geht aber alles nach Plan, dann werden im Juni des nächsten Jahres 78 Plätze bereitstehen: "In zwei Kindergartengruppen werden je 18 Kinder betreut, in einer gemischten Gruppe (Hortkinder) weitere 18 und in zwei Kinderkrippengruppen je zwölf", so das schriftliche Exposé der Architekten.

Dieses Mehr an Platz sei im Bereich von Krippen- und Kitaplätzen "arg nötig", verdeutlichte Pfarrer Hary. "Und im jetzigen Kindergarten ist eine Erweiterung nicht möglich."

Der neue Standort von St. Michael war in der Vergangenheit mehr als einmal in die Kritik geraten, zu nah seien mit der B 423 und der Straße "Am Forum" verkehrsreiche Strecken gelegen (wir berichteten).

Homburgs OB Schneidewind verteidigte gestern den Entschluss, den Ersatzneubau ans Forum zu setzen. So habe auch aus Kostengründen der Entschluss nahe gelegen, für den Neubau ein städtisches Gelände zu verwenden, "das immer noch zentral zur Innenstadt liegt. Zumal der jetzige Kindergarten St. Michael ja auch direkt in den Innenstadt liegt."

Damit, so wohl der Hintergrund dieser Einordnung Schneidewinds, verschiebe sich für die Eltern in Sachen Bringen und Abholen nicht viel. Zudem: "Der Platz ist gerade durch die Verkehrssituation am Forum gut erschlossen."

Der Neubau von St. Michael und die sich damit veränderte Raumstruktur am Forum zwischen Rathaus/Kreisverwaltung und dem alten Stadtbad wirft aber auch Fragen hinsichtlich der Perspektive dieses Geländes auf. Denn immerhin haben hier der Flohmarkt, die Homburger Kirmes und die Homburger Wiesn ihr Zuhause. Für letzt' genannte Veranstaltung sah Schneidewind gestern keine dunklen Wolken über dem Forum aufziehen. "Die Fläche, die übrig bleibt, kann weiterhin für solche Veranstaltungen genutzt werden." Sollten sich Wiesn oder Kirmes mit Kindergarten-Betriebszeiten überschneiden, werde man mit Sicherheit "miteinander klarkommen". Letztendlich müssten aber die Veranstalter selbst schauen, ob die Restfläche für sie ausreiche. Für den Flohmarkt fehle in der Tat ab Mitte 2016 dann ein Stück Fläche, "dies ist aber zu kompensieren, wenn wir das alte Hallenbad abgerissen haben".