Besuch an Papas Arbeitsplatz

Was machen Mama und Papa eigentlich den ganzen Tag, wenn sie auf die Arbeit gehen? Diese Frage haben drei Homburger Unternehmen beantwortet und Kinder von Angestellten zu einem Ferienprogramm im Betrieb eingeladen. Außerdem ging's in den Zoo und ins Biotop.

Es war ein liebenswertes Chaos, das da gestern Morgen über das Werk II von Theiss Naturwaren in den Erbacher Rohrwiesen hereinbrach. 40 interessierte und lebhafte Kinder von Mitarbeitern der Unternehmen Michelin , Ina Schaeffler und Theiss selbst sollten am Vormittag erfahren, wie Salben, Cremes, Bademittel und andere Produkte des Pharmazie-Unternehmens entstehen - als Teil eines einwöchigen Ferienprogramms, das die Kinder bis gestern in den Homburger Stadtpark, zu Ina Schaeffler, Theiss und Michelin und in den Neunkircher Zoo geführt hatte. Heute, am letzten Tag, steht noch ein Besuch des Beeder Biotops und ein Abschlussgrillen mit den Eltern an der Beeder Fischerhütte auf dem Programm.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmens-Trio schon einmal für Mitarbeiter-Kinder ein Ferienprogramm gestrickt (wir berichteten). Doch warum so viel Aufwand? Diese Frage beantwortete Theiss-Pressesprecherin Julia Ruffing: "Unsere Überlegung war, dass wir Mitarbeitern aus den drei Unternehmen in den Sommerferien eine Entlastung bieten wollen, indem wir deren Kinder eine Woche lang betreuen." Dabei sei wichtig gewesen, die Unternehmen selbst zu integrieren und zu schauen, was dort vor Ort für die Mitarbeiter-Kinder geboten werden kann. Zusätzlich habe man sich weitere Highlights überlegt, so den Kennenlerntag im Stadtpark mit Vereinsvorführungen und ADAC-Fahrrad-Training und auch die Besuche im Neunkircher Zoo und in Beeden. Bei den Unternehmen selbst habe man ein kindgerechtes Programm gestrickt. Julia Ruffing: "Bei Ina Schaeffler gab's eine Werksführung und einen Besuch beim Werksarzt. Und die Kinder konnten sich selbst in der Ausbildungswerkstatt ein ‚Vier-Gewinnt-Spiel' aus Kugellagern bauen. Das war richtig klasse." Auch bei Michelin gab's eine Unternehmensführung und, nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr, einen erneuten Besuch bei der Werksfeuerwehr.

Und bei Theiss? Dort konnten die Kinder, wie auch bei Michelin und Schaeffler, erleben, wo Mama und Papa eigentlich arbeiten. Und sie konnten, angeleitet von Saskia Weber, der Leiterin Forschung und Entwicklung bei Theiss, selbst ein Badesalz herstellen, von den Einzelbestandteilen bis zum fertigen Produkt in der Flasche. Und auch das kam bei den Kids richtig gut an. "Dass wir hier Badesalz machen können, gefällt mir richtig gut. Das kann ich mit nach Hause nehmen und dann richtig schön damit baden oder duschen", freute sich Nachwuchs-Chemiker Nico Büchel.