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Bestnoten für den Swing aus Ungarn

Bestnoten für den Swing aus Ungarn

Homburg. Jazz Steps nennt sich die Formation, die am vergangenen Samstag beim Jazzfrühschoppen auf dem historischen Homburger Marktplatz für sommerliche Leichtigkeit sorgen sollte. Und abgesehen von ein paar technischen Herausforderungen, die es hinsichtlich der Hörbarkeit der Band zu meistern galt, schlugen sich die Jazzer aus Ungarn wahrlich nicht schlecht

Homburg. Jazz Steps nennt sich die Formation, die am vergangenen Samstag beim Jazzfrühschoppen auf dem historischen Homburger Marktplatz für sommerliche Leichtigkeit sorgen sollte. Und abgesehen von ein paar technischen Herausforderungen, die es hinsichtlich der Hörbarkeit der Band zu meistern galt, schlugen sich die Jazzer aus Ungarn wahrlich nicht schlecht. Zum wiederholten Male in Deutschland, zum ersten Mal in Homburg, stellten die Musiker ihrem Gastland in Sachen Jazzfreundlichkeit Bestnoten aus. Und gerade der Homburger Marktplatz sorgte für einigen Eindruck bei den ungarischen Jazzern. Die ließen ihrer damit gute Laune in Noten ihren Lauf, das Ergebnis: Swing in kleiner Besetzung mit großer Wirkung. Wer sich vorab ein Bild der ungarischen Notenkünstler machen wollte, der erlebte schnell, dass gerade das Internet manchmal als Recherche-Hilfsmittel alles andere als sinnvoll ist. "Dieser Stil, die völlig fehlt, ist aus der heimischen Musikszene in der Palette von professionellen Musikern und individuellen Geschmack Anforderungen wie die Zugabe von Ton", heißt es da im besten Kauderwelsch - sofern man die in Ungarisch gehaltene Webseite einer automatischen Übersetzung unterzieht. "Dieser Stil, die völlig fehlt ..." hätte da manchen Unbedarften misstrauisch werden lassen. Und auch "Die Instrumente im Rahmen des Urban Orsi Stimme der Farbe zu unseren Programmen" hätte vorneweg kaum einen Hinweis geben können, was einen da am Samstag wirklich erwartet. So blieb dem neugierigen Jazzfan vor Besuch des Frühschoppens nur die Möglichkeit, sich im Schnelldurchgang des Ungarischen zu bemächtigen - oder sich einfach gespannt auf den Auftritt der Musiker einzulassen. Das taten nicht wenige, das zwischenzeitlich gute Wetter tat sein Übriges dazu. Ohne Frage, die Ungarn beherrschten und beherrschen ihr Handwerk, gleichwohl in der Pause der eine oder andere Zuhörer bemängelte, eben von diesem ein bisschen zu wenig zu hören. "Das ist leider viel zu leise", ließ einer der Gäste den Pianisten Ivan Nagy, dessen Deutschkentnisse eine Brücke zwischen Band und Zuhörern schlug, wissen. Er war es dann auch, der ein bisschen Licht ins Dunkel der Emotionen hinter dem gekonnt inszenierten Swing samt gesanglicher Akzentuierung in Person von Stephen Lazar und Orsolya Urban brachte. "Es ist heute hier einfach fantastisch. Aber wir wissen, das ein Besuch in Deutschland immer eine gute Möglichkeit ist, unsere Musik, den Jazz, zu spielen." Und warum? "Die Leute hier haben ein Verständnis für diese Musik. Und auch die Atmosphäre ist einzigartig. Und ich glaube, dass ist heute hier in Homburg auch der Fall." Kein schlechtes Urteil, das Nagy dort im Namen der Band über den Spielort fällte (die Jazz Steps feierten ihre Premiere in Homburg). "Aber ein bisschen haben wir natürlich auch damit gerechnet, dass es hier so schön ist." Für den Morgen in Homburg hatten sich Jazz Steps mit "Swing, ein bisschen Boogie Woogie und Evergreens" gerüstet. "Bei drei Sets, die wir heute hier spielen, wollen wir auch ein paar leichte Sachen bieten." Von der Rückmeldung in Homburg war Nagy sichtlich begeistert. "Wir spielen in vielen Ländern. Aber Deutschland ist und bleibt die Nummer eins."