Beim Karrierefrühstück eigene Potenziale entdecken

Beim Karrierefrühstück eigene Potenziale entdecken

Homburg. Mit dem Karriere-Frühstück für Frauen hat sich gestern das Programm der diesjährigen Frauen-Kultur-Aktionswochen fortgesetzt: Im Homburger Forum las die Wiener Autorin Edit Schlaffer aus ihrem Buch "Die Emotionsfalle" (wir berichteten)

Homburg. Mit dem Karriere-Frühstück für Frauen hat sich gestern das Programm der diesjährigen Frauen-Kultur-Aktionswochen fortgesetzt: Im Homburger Forum las die Wiener Autorin Edit Schlaffer aus ihrem Buch "Die Emotionsfalle" (wir berichteten). Veranstaltet durch das Frauenbüro des Saarpfalz-Kreises, die Frauenbeauftragte der Stadt Homburg, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Saarpfalz-Kreises und die Koordinierungsstelle Frau & Beruf des Frauenbüros nutzten zahlreiche Gäste die Möglichkeit, sich in lockerer Runde bei einem ausgedehnten Frühstück auszutauschen und sich auch mit den Thesen von Edit Schlaffer auseinander zu setzen. Von der Lesung Edit Schlaffers, die sich als Sozialwissenschaftlerin und Vorsitzende der Organisation "Frauen ohne Grenzen" einen internationalen Ruf erarbeitet hat, erhoffte sich Rudolf nicht wenig. "Der Impuls, der von der heutigen Veranstaltung ausgeht, soll sein, aufzurütteln und auf eigene Weiterentwicklungspotenziale und 'blinde Flecken' aufmerksam zu machen. Und gleichzeitig geht es darum, Mut zu machen. Das ist ja auch einer unserer Ansätze bei den Karriere-Frühstücken und Networking-Cafés." Schlaffers Intentionen, die sie zusammen mit ihrer Mitautorin Cheryl Benard im Buch "Die Emotionsfalle" niedergeschrieben hat, haben vor allem ein Ziel: Frauen zum "Triumph des weiblichen Verstandes" zu verhelfen. So soll die gezielte Kontrolle von Emotionen am Ende ein Tappen in geschlechtsspezifische Fallen verhindern, das Buch dabei Rüstzeug geben für das tägliche Sein und das Ringen um Gleichberechtigung. Angesprochen nach dem gegenwärtigen Standort in der Entwicklung eben dieser Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, zeigte sich Organisatorin Rudolf realistisch. "Wir haben natürlich viel erreicht in den zurückliegenden 30, 40 Jahren. Aber gerade im beruflichen Bereich ist noch vieles zu tun. Wichtiges Thema sind auch nach wie vor die fehlende Lohngleichheit. Die steht der finanziellen Unabhängigkeit von Frauen nach wie vor im Wege." Von Desillusionierung fühlt sich Birgit Rudolf eigentlich entfernt, gleichwohl "manchmal ist dieses Gefühl durchaus vorhanden. Aber wir kommen weiter, es gibt Mentoring-Projekte, es gibt unser interkulturelles Projekt, es tut sich einiges. Aber das muss auch so bleiben und darf nicht aufgrund finanzieller Aspekte wegfallen." Mit Blick auf die andere Hälfte des Ringens um die Gleichberechtigung, die Männer, schrieb Rudolf denen noch einiges ins Aufgabenheft. "Männer sind vor allem dazu aufgerufen, Frauen im familiären Bereich zu entlasten. Es kann nicht sein, dass dies schwerpunktmäßig Aufgabe der Frauen bleibt." Und auch der Weg zu den wirklichen Top-Positionen im Beruf sollte den Frauen nicht verwehrt werden. thw

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