Beim Bauvorhaben auf dem Vauban-Carrée in Homburg geht es nicht voran

Kostenpflichtiger Inhalt: Stadt Homburg verhandelt noch mit neuem Investor : Es stockt beim Vauban-Carrée

Mit der Umsetzung der Pläne für eine Geschäfts-Bebauung am Vauban-Carrée in der Innenstadt geht es nicht so recht voran. Bürgermeister Forster rechnet damit, dass bis spätestens Anfang nächsten Jahres feststeht, ob es hier funktioniert oder nicht.

Es ist recht still geworden um das Vauban-Carrée und die diversen, zum Teil hoch fliegenden Pläne für das Areal, zumindest in der Öffentlichkeit. Umso hellhöriger wurde da so mancher, als kürzlich das Grundstück zwischen Gerber-, Schanz- und Talstraße, das mittlerweile schon seit Jahren ein begehrter Innenstadt-Parkplatz ist, saniert wurde. Ist das etwa eine Vorentscheidung dafür, dass hier eben doch nichts gebaut, der Parkplatz zur Dauerlösung wird, weil die Pläne mal wieder im Spiel unterschiedlicher Interessen und Begehrlichkeiten zerrieben werden, jeder nur den eigenen Hinterhof im Sinn hat?, fragten sich viele. Schließlich ist das Scheitern ambitionierter Vorhaben quasi fast schon Programm. Nein, sagt Bürgermeister Michael Forster (CDU) unserer Zeitung, das Projekt Vauban-Carrée sei noch nicht gestorben. Es liefen Verhandlungen mit dem Investor.

So wie es von diversen Seiten zu hören ist, scheinen die zäh zu sein.

Zur Erinnerung: Auf dem begehrten Innenstadt-Gelände sollte schon seit Jahren ein Geschäftshaus stehen, nach einem Spatenstich Anfang 2008 scheiterte allerdings ein Investor. Trotz einer Vielzahl von Plänen tat sich in den folgenden Jahren am Vauban-Carrée nichts mehr. Lange Zeit war die Fläche eine zugewucherte Baugrube, bis sie dann zum Parkplatz wurde. Für viele in der Stadt ist dies eine vergeudete Chance an dieser Stelle, schließlich gilt das Areal als echtes Filetstückchen. Ohnehin war das andere Ende der Talstraße nach dem Scheitern des Einkaufs-Centers auf dem Enklerplatz wieder stärker in den Fokus gerückt. Hier war der Investor, die erfahrene Deutsche Immobilien-Gruppe (DI-Gruppe), im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten aus dem Projekt ausgestiegen, als Grund nannte das Unternehmen die Zeitverzögerungen bei der Umsetzung des Baus, vor allem die Normenkontrollklage der Stadt St. Ingbert gegen das Projekt.

Für das Vauban-Carrée waren dann neue Investoren aufgetaucht, aus St. Ingbert, deren Pläne sich im Prinzip an das anlehnten, was vorher schon ausgearbeitet worden war. Der Stadtrat hat den Weg bereits vor Monaten frei gemacht zum Verkauf der Grundstücke, die offiziell der städtischen Tochter Homburger Parkhaus- und Stadtbusgesellschaft (HPS) gehören. Und er hatte sich durchweg positiv dazu positioniert, wenn auch mit gebremstem Schaum. Vorgesehen sind hier eine Geschäftszeile, Parkdecks und Büroräume, eventuell auch die eine oder andere Wohnung. Neben dem Vauban-Parkplatzgelände geht es zusätzlich um eine Fläche direkt gegenüber in der Gerberstraße, hinter dem Gothahaus, auf der, so ist zu hören, ein Hotel entstehen solle.

Und jetzt? Auf dem Vauban-Parkplatz seien lediglich Schlaglöcher beseitigt worden, so ließ die Stadt wissen, diese und der generell schlechte Zustand des Platzes hätten für Unmut bei denjenigen gesorgt, die hier ihre Autos abstellen.

So richtig voranzugehen scheint es bei den echten Bauambitionen auf dem Areal also irgendwie nicht.

Bürgermeister Michael Forster äußerte sich dazu extrem vorsichtig: Es gebe noch Verhandlungsbedarf bei der Vorbereitung des Geländes und der Baudurchführung. Die aktuellen Arbeiten auf dem Parkplatz hätten damit nichts zu tun, machte er deutlich.

Wird dies also auch zur langwierigen oder sogar zur unendlichen Vauban-Geschichte? Das will Forster verhindern. Spätestens Anfang des nächsten Jahres soll die Entscheidung fallen, ob es hier funktioniert oder nicht, betonte er.

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