Beim Abbiegen passieren die meisten Unfälle

Beim Abbiegen passieren die meisten Unfälle

1889 Unfälle sind im vergangenen Jahr in Homburg passiert. Zwei Menschen wurden dabei getötet, 42 Personen wurden schwer und 297 leicht verletzt. Diese Zahlen liefert die Unfallstatistik 2015, die kürzlich präsentiert wurde.

Sind Alkohol und hohe Geschwindigkeit im Spiel, dann sind die Unfallfolgen oft gravierender. Es passiert einfach mehr. Das ist eine grundlegende Erkenntnis der Polizei , die sich auch in der Unfallstatistik für das vergangene Jahr widerspiegelt.

Die Zahlen für Homburg hat die Polizeiinspektion Homburg kürzlich vorgelegt (wir berichteten kurz). Demnach gab es 2015 mit insgesamt 1889 Unfällen weniger als 2014 mit 1940. Drückt man es in Prozent aus, kommt man auf ein Minus von 2,6 Prozent. Meistens blieb es bei Sachschaden. Bei 249 Unfällen wurde ein "Personenschaden" verzeichnet - nach 256 im Jahr zuvor. Zwei Menschen starben 2015 bei Unfällen (2014: ein Mensch), es gab 42 Schwerverletzte und damit mehr als 2014, da waren es 32. 297 Menschen wurden im vergangenen Jahr leicht verletzt (2014: 320). In 34 Fällen war Alkohol im Spiel, das wurde 2014 bei 31 Unfällen festgestellt - hier gab es also eine Steigerung von 9,7 Prozent.

Schaut man sich die Unfallursachen genauer an, dann liegen hier Abbiegen und Wenden ganz vorn. Das seien komplexe Vorgänge, erläuterte die Polizei bei der Vorstellung der Zahlen. 20 Prozent der Unfälle passierten bei diesen Fahrmanövern. Zweithäufigste Unfallursache waren Vorfahrt und Vorrang - 6,8 Prozent der Unfälle sind darauf zurück zu führen, gefolgt von Abstand (6,4 Prozent) und Geschwindigkeit (3,9 Prozent).

Zahlen gab es auch zur Unfallflucht . Meist passiert dies, so wie häufig zu lesen, wenn ein Autofahrer einen Schaden an einem anderen Pkw verursacht, der zum Parken abgestellt wurde, und dann weiterfährt, ohne sich weiter darum zu kümmern. 468 Fälle von Unfallflucht gab es 2015 laut Statistik, 3,7 Prozent mehr waren es mit 486 Fällen 2014. Die Aufklärungsquote liege hier bei etwa 25 Prozent.