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Bei Schwimmbädern in und um Homburg ist die Öffnung noch ungewiss

Hohe Auflagen bremsen den Freibadspaß ein : Koi, Kirkel und Hochwiesmühle warten noch ab

Am 8. Juni dürfen im Saarland offiziell die Schwimmbäder wieder öffnen. Das klingt zwar einerseits nach Lockerung, heißt im Einzelfall aber gar nichts. Denn wie alle Lockerungen, sind sie gerade bei den Freibädern mit hygienischen Auflagen verbunden.

Und hier muss nun im Einzelfall geprüft werden: Kann das Bad diese Auflagen einhalten?

Im Koi in Homburg war von Seiten der Betreiber dazu kein Wort zu vernehmen, auch die Stadt hielt sich bedeckt: Es müsse erst genau geprüft werden, ob man anhand der vorhandenen Fläche - wozu ein vergleichsweise nicht allzu großes Außenbecken zählt - überhaupt die Hygienevorschriften befolgen könne. Noch könne man dazu nichts sagen. Auch in Kirkel ist noch keine Entscheidung gefallen. Walter Rudtke, der sich bei der Gemeinde um die Freibäder kümmert, möchte hier erst die Entscheidung des Bürgermeisters Frank John abwarten: „Ich kann zu einer eventuellen Öffnung unserer beiden Bäder noch nichts sagen. Wir müssen mit allen Verantwortlichen ganz genau durchgehen, was wir leisten können und was nicht. Die letzte Entscheidung können wir nur gemeinsam mit dem Bürgermeister fällen.“ Beim Naturfreibad Kirkel komme noch hinzu, dass es sich um frisches, ungechlortes Wasser handele. Auch hier müsse überprüft werden, ob dies womöglich ein Ausschlusskriterium sei, weil Viren, die durch Nase und Mund ins Wasser gelangen könnten, womöglich nicht sofort abgetötet würden.

Beim Hochwiesmühle-Freibad sieht es im Moment eher nach Schließung aus, aber richtig festlegen wollte sich Guido Schick, Geschäftsführer der Stadtwerke Bexbach, noch nicht. Eigentlich hätte das Bad schon am 16. Mai aufmachen sollen, jetzt ist fraglich, wie es weitergeht, „unser Wunsch war, zu Ferienbeginn das Bad zu öffnen“, sagt Schick, „aber ich weiß nicht, wie wir das mit den Auflagen schaffen sollen“. Das liege nicht an der Infrastruktur, „wir haben viel Platz, eine gute Chloranlage, die wir hochfahren können, alles steht bereit.“ Aber wie wolle man wohl den Besucheransturm kontrollieren? „Sollen die Leute nebeneinander Bahnen schwimmen und sich nicht zu nahe kommen? Macht das überhaupt noch Spaß?“ Und dann die Besucheranzahl: „Wo sollen wir die Grenze ziehen? Morgens 800 Leute reinlassen, der Rest wartet bei 30 Grad draußen in der Schlange, bis jemand rauskommt. Oder zeitliche Beschränkungen einführen? Das geht doch gar nicht“. Und Jugendliche beim Fußball auf der Wiese kontrollieren oder im Kinderbecken dazwischen gehen? „Da fragt man sich schon: wenn der ganze Freibadspaß weg ist, was soll das Ganze dann überhaupt noch?“ Wenn man dies alles mal reell betrachte, so Schick, „bringt es eigentlich kaum etwas, das Bad noch aufzumachen. Aber die letzte Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen.“ Wie sie auch fällt, das Bad, das im näheren Umkreis womöglich wirklich öffnet, wird dann den ganzen Besucherstrom abkriegen.