Beförderungen bei der Feuerwehr Homburg

Feuerwehr : Fast 500 Einsätze wurden 2018 bewältigt

Beim Nikolausabend der Feuerwehr Homburg-Mitte gab es zahlreiche Beförderungen und Ehrungen für die Wehrleute.

Im Mittelpunkt des Nikolausabends der Feuerwehr Homburg-Mitte standen nicht nur Beförderungen und Ehrungen, sondern auch ein Jahresrückblick von Löschbezirksführer Alexander von Büren. Landrat Theophil Gallo und Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind schlossen sich den Dankesworten des Löschbezirksführers für die fast 500 Einsätze in diesem Jahr und die damit verbundenen vielen ehrenamtlich beleisteten Stunden an die 81 Mitglieder der Wehr an.

Sehr erfreut hielt Alexander von Büren anschließend fest, dass sich die Wehr des Löschbezirks Homburg-Mitte über das Fehlen an Nachwuchskräften nicht beklagen müsse. „31 Mitglieder hat unsere Jugendwehr. Von den derzeit 81 Mitgliedern unserer Aktivenwehr kommen 32 aus dem eigenen Nachwuchs.“ Mit Tim Georg, Murat Kablan, Fabio Nippold und Beren Tsitak wurden vier Nachwuchsleute zum Feuerwehrmannanwärter ernannt.

Zum Feuerwehrmann wurden die Feuerwehrmannanwärter Maurice Giesen, Daniel Lingertat, Maximilian Reichhart, Joshua Roth, Elias Van der Haar und Sascha Wegner befördert. Pascal Blug, Marc Fernes, Yannic Roth und Thomas Roth erhielten von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind die Beförderungsurkunde zum Oberfeuerwehrmann. Hauptfeuerwehrmann ist nun Serge Welsch. Marcel Schmitt stieg zum Löschmeister auf. Zum Oberlöschmeister wurde Fabian Scheliga befördert. Markus Hinsberger und Stefan Schwemm stehen der Homburger Wehr künftig als Hauptlöschmeister zur Verfügung. Stefan Peter ist nun Oberbrandmeister. Johannes Fehr und Volker Kern bekamen ihre Ernennungsurkunde als Hauptbrandmeister.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft in den Reihen der Feuerwehr wurde Hauptlöschmeister Horst Schwarz aus der Alterswehr besonders geehrt. Eine Urkunde für 45-jährige Mitgliedschaft erhielten die beiden Oberbrandmeister Hanno Gerhardt und Walter Seibert. Seit 35 Jahren ist Hauptlöschmeister Gerhard Ecker dabei. Auf ihr 25-jähriges Dienstjubiläum können Brandmeister Holger Ambos, Oberfeuerwehrmann Werner Heitz, Oberlöschmeister Dieter Caster und Hauptlöschmeister Karsten Koller zurückblicken. Für 15 Jahre Treue in der Homburger Wehr wurden die beiden Oberfeuerwehrmänner Uwe Gerber und Philipp Sandmayer sowie Feuerwehrmann Altay Tsitak ausgezeichnet.

Löschbezirksführer Alexander von Büren nahm den Nikolausabend auch zum Anlass einen ausführlichen Rückblick auf das fast abgelaufene Jahr zu halten. Mit 497 Einsätzen stieg die Zahl der Einsätze im Vergleich zu 2017 (432) gewaltig. 101 Brände, darunter vier Großbrände, mussten gelöscht werden. Besonders stieg gegenüber dem letzten Jahr 2017 die Zahl der Einsätze bei technischen Hilfeleistungen. Mit 236 gegenüber 142 Einsätzen verdoppelte sich diese Bilanz. Sechs Einsätze waren beim Gefahrgut zu verzeichnen. Hinzu kam in diesem Jahr 21 blinde Alarme. Der Löschbezirksführer hatte dank Statistiker Volker Kern auch die Zahlen der Einsatzorte parat: 234 Mal war der Löschbezirk Homburg im Stadtgebiet Homburg im Stadtgebiet im Einsatz. 110 Einsätze wurden in Erbach absolviert. Unterstützende Hilfe gab es auch bei den Nachbarwehren, wie in unter anderem in Jägersburg (17) und Bexbach (24).

„Wir leisten sehr gerne für unsere Gesellschaft diese Arbeit, die mit vielen Einsatzstunden verbunden ist“, betonte von Büren. Die Bedeutung der Arbeit der Feuerwehr werde auch bei der Bevölkerung anerkannt, wie man immer wieder bei Rückmeldungen erfahren könne. „Besonders auffällig wurde dies unter anderem beim Großbrand der Bäckerei Schäfer. Viele Menschen fühlten sich betroffen von dem Brand, teilten ihr Mitgefühl mit der Familie Schäfer.“ Man leiste während des Jahres hervorragende Arbeit, sagte der Löschbezirksführer, der aber auch einige kritische Worte in Richtung Stadtverwaltung richten musste.

„Die Zahl der Einsatzstunden und welche Feuerwehrfrau oder Mann wie oft im Einsatz ist, fehlt unter anderem in unseren Statistiken.“ Schuld sei, dass eine entsprechende Software fehle. „Im Zeitalter der Digitalisierung ist dies nicht nachvollziehbar.“ Große Mängel gab es bezüglich des neuen Löschfahrzeugs, das ab Oktober zur Verfügung steht, festzuhalten. Alexander von Büren: „Wir haben uns alle sehr bemüht, dass wir endlich dieses Fahrzeug bekommen konnten. Aber danach mussten wir festhalten, dass in Sachen Beschaffung von Material und Ausrüstung für das Fahrzeug viele Versäumnisse vorkamen.“

So sei unter anderem der Einbau im Fahrzeug fehlerhaft gewesen. Ein Grund, weshalb das neue Löschfahrzeug bis heute immer nur bedingt für die Einsätze zur Verfügung steht. Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind versprach Abhilfe bei den genannten Kritikpunkten des Löschbezirksführers von Homburg-Mitte.

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